Polizeihauptkommissare Michael Laugwitz und Markus Dösinger stehen zusammen mit Pfarrer Bernhard Endres hinter der gefundenen Jesusfigur, alle drei lächeln.
Bildrechte: PP SWS
Audiobeitrag

Nach 26 Jahren haben die Polizeihauptkommissare Michael Laugwitz und Markus Dösinger die Jesusfigur an Pfarrer Bernhard Endres übergeben.

Audiobeitrag
>

Gestohlene Jesusfigur taucht nach 26 Jahren wieder auf

Gestohlene Jesusfigur taucht nach 26 Jahren wieder auf

Ein Mann findet auf einem Friedhof in Buchloe eine Herz-Jesu-Figur und gibt sie im Fundamt ab. Wie es der Polizei mithilfe einer Fahndungsliste gelingt, mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Verschwinden den Besitzer zu ermitteln.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Schwaben am .

Ein knapp ein Meter hoher Gegenstand, eingewickelt in einen blauen Müllsack: Diese Entdeckung macht Anfang März ein Besucher auf dem Friedhof in Buchloe im Ostallgäu hinter einem Grabstein. Als er den Müllsack öffnet, findet er eine bemalte Jesusfigur aus Holz. Er gibt die Figur beim Fundamt in Buchloe ab, das die örtliche Polizei informiert. Ihren mühsamen Ermittlungen ist es zu verdanken, dass die Jesusfigur jetzt nach 26 Jahren ins 30 Kilometer entfernte Aichen im Landkreis Günzburg heimkehren konnte.

Figur taucht auf Fahndungsliste auf

Wie die Polizei in einer aktuellen Pressemitteilung bekanntgibt, habe eine erste Nachfrage bei der Kirchengemeinde in Buchloe kein Ergebnis gebracht; auch auf einen Presseaufruf habe sich der Besitzer nicht gemeldet. Fortschritte brachte dann aber der Kontakt zum Bayerischen Landeskriminalamt, das für Kunstdiebstähle zuständig ist. Ein Vergleich mit Bildern auf einer Fahndungsliste zeigte: Unbekannte hatten die Figur 1999 aus der Kirche St. Ulrich in Aichen gestohlen.

Nicht der relativ neue Pfarrer Bernhard Endres von der Kirchengemeinschaft Zusamtal war es, der schließlich den "verlorenen Sohn" erkannte, sondern sein Kirchenpfleger, der sich noch an den Diebstahl erinnern konnte. Gewissheit brachte schließlich ein Abgleich mit Bildern aus der Inventarliste der Pfarrkirchenstiftung St. Ulrich.

Tat ist bereits verjährt

Die Tat ist nach Angaben der Polizei verjährt, die Täter bleiben bisher unbekannt. Wie ein Sprecher erklärt, hätten Ermittler die Figur trotzdem nach Spuren untersucht - es könnte ja einen Zusammenhang zu anderen Taten geben. Anhaltspunkte dafür habe man aber nicht gefunden. Die Figur jedenfalls sei an einem sicheren Ort, versicherte Pfarrer Endres dem BR.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!