Samuel und sein Papa Dominic im Krankenhaus.
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Der zweijährige Samuel hat Dank dem Einsatz vieler engagierter Ersthelfer überlebt.
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Glückskind Samuel: Ersthelfer retten Zweijährigen vor Ersticken

Glückskind Samuel: Ersthelfer retten Zweijährigen vor Ersticken

Was als ganz normaler Einkauf beginnt, wird für Familie Mayr aus Allersberg im Landkreis Roth zur Katastrophe: Ihr zweijähriger Sohn Samuel verschluckt sich – und droht zu ersticken. Dank vieler Ersthelfer überlebt der Junge – ohne bleibende Schäden.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Franken am .

Der zweijährige Samuel ist Mitte April mit seiner Mama Bianca beim Einkaufen, als er sich so stark verschluckt, dass er keine Luft mehr bekommt. Auf dem Supermarktplatz beginnt ein dramatischer Kampf um sein Leben. Mama Bianca ruft um Hilfe. Die Menschen vor Ort reagieren sofort. Ein Notruf wird abgesetzt.

Alle versuchen, die Atemwege des Jungen freizubekommen. "Man hofft natürlich: Jetzt kommt da einer, macht den Heimlichgriff und dann schnauft er wieder und alles ist easy“, erinnert sich Bianca Mayr. Der Heimlichgriff, das ist ein gezielter Druckgriff auf den Oberbauch, durch den wieder aus der Luftröhre nach oben kommt, was verschluckt wurde. "Aber wenn dann Ersthelfer, Sanitäter und Feuerwehr da sind und sagen: 'Wir tun unser Bestmöglichstes', dann kann man schon einordnen, dass das jetzt eher nicht so prickelnd aussieht."

Alarm über Ersthelfer-App

Der 25 Jahre alte Assistenzarzt und Feuerwehrmann Tom Elchert ist durch Zufall in der Nähe, als ihn der Alarm auf der Ersthelfer-App "Team Bayern" erreicht. Er joggt sofort zum Einsatzort, um zu helfen. "Es war maximal kritisch", sagt Tom Elchert. "Man spricht da tatsächlich von einem Kreislaufstillstand durch eine Erstickungssituation. Und das ist jetzt auch nicht alltäglich, das bei einem Kind zu erleben. Also für mich war das nichts Alltägliches. Auf gar keinen Fall", erinnert sich der Ersthelfer.

Zusammen mit Feuerwehrleuten und anderen Ersthelfern versucht Tom Elchert, Samuels Atemwege freizubekommen. Minutenlang reanimieren sie den Zweijährigen. Erst nach mehreren Versuchen gelingt es Elchert, Samuel zu intubieren – also einen Beatmungsschlauch in die Luftröhre einzuführen. Samuel wird in eine Nürnberger Klinik gebracht. Über den Berg ist der Zweijährige damit aber noch nicht.

Bangen in der Klinik

Die Ärzte versorgen Samuel auf der Intensivstation. Er wird in ein künstliches Koma versetzt. Ein Arzt erklärt den Eltern Bianca und Dominic Mayr die Situation. "Er hat zu uns auch gesagt: 'Wir haben alles an dem Kind dran, was die Intensivmedizin hergibt. Es gibt keinen Spielraum mehr nach oben'", erzählt Bianca Mayr. Der nächste Schritt wäre gewesen, ihn an eine Herz-Lungen-Maschine anzuschließen. Aber das wird nicht nötig werden. Drei Tage lang bangen die Eltern um das Leben ihres Kindes. Dann holen ihn die Ärzte aus dem künstlichen Koma.

Samuel erholt sich schnell

Die Eltern stehen nun vor der Frage, ob Samuels Gehirn durch den Sauerstoffmangel geschädigt wurde. Aber es folgen die ersten guten Nachrichten: Samuel beginnt zu reagieren, zu sprechen und zu sitzen. Ein besonders bewegender Moment ist für die Eltern, als Samuel das erste Mal wieder läuft, erzählt sein Vater Dominic Mayr. "Wir sind so eineinhalb Meter auseinander gewesen, und dann hieß es: 'Jetzt stellen wir ihn mal hin und schauen, ob er läuft'. Und dann ist er sofort losgerannt. Zwar schon echt wackelig, aber er ist gerannt", erinnert sich Samuels Papa.

Nur zehn Tage im Krankenhaus

Samuel erholt sich deutlich schneller als erwartet. Nach nur zehn Tagen kann er das Krankenhaus wieder verlassen. Heute spielt und spricht Samuel wieder wie vor dem Vorfall. Von außen ist ihm das lebensbedrohliche Erlebnis nicht anzumerken. "Ich weiß nicht, wie oft wir das Wort 'Wunderkind, Glückskind' gehört haben im Krankenhaus. Die Schwestern und Ärzte haben gesagt: Das ist einfach unbegreiflich, dass ein Kind das überlebt, dass er es ohne Schäden überlebt und auch noch so schnell wieder gesund wird", erzählt Bianca Mayr.

Schnelle Hilfe als Schlüssel

Für alle Beteiligten ist klar: Ohne die schnelle und koordinierte Hilfe der Ersthelfer, Feuerwehr, Rettungskräfte und Ärzte hätte Samuel kaum eine Chance gehabt. "Wir haben alle massiv gekämpft für den Samuel. Ich glaube, da können wir alle ganz stolz sein auf das Ergebnis, was jetzt dann doch bei rumgekommen ist", sagt Ersthelfer Tom Elchert. Samuel ist ein echtes Glückskind.

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