Alpe Moor bei Oberstaufen brennt vollständig ab
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Großer Verlust: 110 Jahre alte Alpe bei Oberstaufen abgebrannt

Großer Verlust: 110 Jahre alte Alpe bei Oberstaufen abgebrannt

Viele Jahre war die "Alpe Mohr" in Familienbesitz, jetzt ist das Haus im Oberallgäu mit Blick über Oberstaufen vollständig abgebrannt. Der Schaden dürfte in die Millionen gehen – auch für den Ort ist dieser Verlust immens.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Schwaben am .

Auf über 900 Metern Höhe bot sie Touristen wie Einheimischen bei Wanderungen in den Allgäuer Alpen Rast und Einkehr. In der Nacht ist die rund 110 Jahre alte "Alpe Mohr" oberhalb des Oberstaufener Gemeindeteils Kalzhofen vollständig abgebrannt.

Bürgermeister: "Herb für ganz Oberstaufen"

Verletzt wurde laut Polizei niemand, der Schaden dürfte aber in die Millionen gehen. "In erster Linie ist das tragisch für die Eigentümerfamilie. Das war ihr Lebenswerk", so der Oberstaufener Bürgermeister Martin Beckel. Wegen der Bedeutung der Alpe als Anlaufstelle für viele Touristen sei das aber auch "herb für ganz Oberstaufen".

Feuerschein von weitem schon zu sehen

Beckel sei selbst zur Alpe gekommen, nachdem gegen 23 Uhr der Brandalarm bei der Integrierten Leitstelle einging. Zu diesem Zeitpunkt sei der Feuerschein schon weithin zu sehen gewesen, erinnert sich der Bürgermeister. Als er kurze Zeit nach den Feuerwehrkräften an der Alpe eingetroffen sei, sei klar gewesen, dass die Alpe nicht mehr zu retten sei. Menschen waren zu diesem Zeitpunkt laut Polizei nicht mehr in oder an der Hütte. Die lang anhaltende Hitze und Trockenheit erschwerte den Löscheinsatz zusätzlich: Laut Beckel wurde das Löschwasser knapp. Landwirte sprangen ein, füllten ihre Güllefässer mit Wasser und transportierten es zur Brandstelle. Laut Feuerwehr wurden 280.000 Liter Wasser teilweise durch Pendelverkehr nach oben befördert, 150 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Flächenbrand verhindert

"Die große Herausforderung für die Feuerwehren war darauf zu achten, dass kein Flächenbrand, kein Waldbrand entsteht", so der Bürgermeister. Dabei habe geholfen, dass kein starker Wind gegangen sei, sodass der Funkenflug sich in Grenzen gehalten habe. Informationen zur Brandursache gibt es bisher keine. Die Kriminalpolizei Kempten ermittelt.

Im Video: 110 Jahre alte Alpe abgebrannt

110 Jahre alte Alpe abgebrannt
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