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Zollbeamter im Einsatz. (Symbolbild)
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Großrazzia in Niederbayern: Ermittlungen in der Baubranche

Großrazzia in Niederbayern: Ermittlungen in der Baubranche

In Niederbayern haben Ermittler seit dem Morgen rund zwei Dutzend Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Mehr als 200 Beamte waren im Einsatz. Mehrere Firmen aus der Baubranche stehen im Verdacht: Es geht um Geldwäsche und Schwarzarbeit.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

Großrazzia heute in Niederbayern: Laut Polizeipräsidium mit Sitz in Straubing waren 200 Beamte verschiedener Behörden - von Kriminalpolizei, Staatsanwaltschaft, Finanz- und Zollbehörden - eingesetzt. Hintergrund sind umfangreiche Ermittlungen wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit, Geldwäsche und weiterer Wirtschaftsstraftaten. Vier Tatverdächtige wurden festgenommen.

Verdacht auf Schwarzarbeit, Geldwäsche und weitere Straftaten

Seit dem frühen Morgen wurden mehrere Stunden lang mehr als 25 Wohn- und Geschäftsräume in den Landkreisen Passau, Landshut, Dingolfing-Landau, Regen und Deggendorf durchsucht, hieß es am Dienstagmittag.

Nach BR24-Informationen sind unter anderem eine Firma in Hauzenberg im Kreis Passau und ein Goldhändler in Passau unter die Lupe genommen worden. Zeitgleich gab es Razzien in Österreich und Rumänien. Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht es hauptsächlich um Schwarzarbeit.

Mehrere Verantwortliche aus der Baubranche stehen im Verdacht, zoll- und sozialversicherungsrechtliche Vorschriften umgangen und so hohe Geldsummen erwirtschaftet zu haben. Die Erlöse sollen durch teilweise grenzüberschreitende Transaktionen sowie durch Ein- und Ausfuhren von Bargeld und Gold verschleiert worden sein.

Gold, Geld und Luxusautos beschlagnahmt

Die Beamten beschlagnahmten bei den Razzien unter anderem zahlreiche Geschäftsunterlagen, elektronische Datenträger, Gold- und Silbermünzen im sechsstelligen Eurobereich sowie Bargeld in einem mittleren fünfstelligen Bereich. Zudem wurden mehrere Luxusautos sichergestellt.

Gegen vier Tatverdächte - vier Deutsche im Alter von 28, 29, 33 und 51 Jahren - wurde Haftbefehl erlassen. Sie werden morgen dem Amtsgericht Landshut vorgeführt.

Laut Polizeipräsidium gingen den Razzien umfangreiche, über Monate andauernde Ermittlungen durch die beteiligten Behörden voraus.

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