Die Erhebung für den Mikrozensus 2026 hat begonnen. Von Januar bis Dezember wird auch in diesem Jahr wieder ein Prozent der Bevölkerung per Zufallsverfahren ausgewählt und befragt. So sollen wichtige Daten zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Menschen im Deutschland gewonnen werden. Besonders im Fokus stehen diesmal Fragen zur Wohnsituation.
Ergebnisse liefern Entscheidungsgrundlagen für die Politik
Der Mikrozensus wird jährlich erstellt – anders als der Zensus, der in der Regel alle zehn Jahre durchgeführt wird. "Die Ergebnisse des Mikrozensus bilden eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen, die das Leben der Menschen in Deutschland betreffen", erklärte das Statistische Bundesamt zum Start der Erhebung.
Die Daten fließen demnach unter anderem in die Armuts- und Reichtumsberichterstattung von Bund und Ländern ein, in die Berichte zur Lage von Kindern und Jugendlichen sowie die offiziellen Analysen zum Stand der Integration und der Bildung.
Ausgewählte Haushalte sind zur Auskunft verpflichtet
Die per Zufallsverfahren ausgewählten Haushalte werden von ihrem jeweiligen Statistischen Landesamt angeschrieben und sind gesetzlich zur Auskunft verpflichtet. In Bayern werden im Rahmen der Erhebung rund 130.000 Personen in etwa 65.000 Haushalten stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger des Freistaats befragt.
Es werden ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte eingesetzt, um die Stichprobe über die Klingelschilder zu konkretisieren. Anschließend werden die ausgewählten Haushalte vom Landesamt für Statistik (externer Link) schriftlich zur Teilnahme am Mikrozensus aufgefordert. Die Fragen können entweder per Telefoninterview oder bei einer Online-Befragung beantwortet werden. Die Befragungen finden ganzjährig von Januar bis Dezember statt.
Thema Wohnen besonders im Blickpunkt
Bei der Befragung für den Mikrozensus geht es um Themen wie Familie, Bildung, Arbeit, Migration, Einkommen, Lebensbedingungen und Internetnutzung. Alle vier Jahre werden beim Mikrozensus jedoch auch vertiefende Fragen zum Thema Wohnen gestellt – und das ist 2026 wieder der Fall. Diese Daten geben etwa Aufschluss über die Eigentumsquote, Wohnfläche oder die durchschnittliche Mietbelastung der Haushalte in Deutschland.
Datenschutz und Geheimhaltung gewährleistet
"Wie bei allen Erhebungen der amtlichen Statistik sind der Datenschutz und die Geheimhaltung persönlicher Daten gewährleistet", versichern die Statistiker. Die Angaben der Befragten werden anonymisiert, Namen und Informationen zur Anschrift werden bei der Verarbeitung von den übrigen Daten getrennt und gesondert gespeichert.
Die Ergebnisse werden ausschließlich in zusammengefasster und hochgerechneter Form veröffentlicht. "Alle diese Schritte führen dazu, dass aus den Ergebnissen kein Rückschluss auf einzelne Personen möglich ist", so das Statistische Bundesamt. Erste Ergebnisse des Mikrozensus-Kernprogramms werden rund drei Monate nach Ende des Erhebungsjahres veröffentlicht.
Mit Informationen von dpa und AFP
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