Rundballen liegen auf einem abgeernteten Getreidefeld.
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Mit Blick auf das heiße Wetter der kommenden Tage wird auch die Waldbrandgefahr in Bayern wieder zum Problem - ähnlich wie die warmen Flüsse.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Thomas Warnack
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Mit Blick auf das heiße Wetter der kommenden Tage wird auch die Waldbrandgefahr in Bayern wieder zum Problem - ähnlich wie die warmen Flüsse.

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Hitze in Bayern: Sorge vor Waldbränden und zu warmen Flüssen

Hitze in Bayern: Sorge vor Waldbränden und zu warmen Flüssen

Bayern steht vor einer neuen Hitzewelle. Kommende Woche werden Höchstwerte von 35 Grad erwartet. Für die Natur ein echtes Problem: Schon jetzt ist die Waldbrandgefahr hoch und auch die Wassertemperatur in den Flüssen steigt kritisch.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Aktuell herrscht wieder hochsommerliches Wetter in Bayern. In der neuen Woche werden am Untermain an die 35 Grad erwartet. Aber auch der Rest des Freistaats schwitzt. Zugleich bleibt es weiter sehr trocken. Dementsprechend ist die Waldbrandgefahr vielerorts hoch – vor allem in Nordbayern.

Buschbrände fordern Feuerwehren in Bayern immer wieder

Berichte über Feuerwehreinsätze nehmen zu. Erst gestern hatte eine Eckballenpresse bei Erntearbeiten ein Feld in Oberdachstetten (Landkreis Ansbach) in Brand gesteckt. Schätzungen der Polizei zufolge brannten insgesamt drei bis vier Hektar Fläche, bis die Feuerwehr den Brand löschen konnte. Einen ähnlichen Vorfall gab es in Alzenau im Landkreis Aschaffenburg.

In Neustadt an der Donau (Landkreis Kelheim) ging eine rund 20 Meter lange Gartenhecke in Flammen auf und beschädigte einige Holzpfosten eines angrenzenden Hopfengartens. Ersten Ermittlungen zufolge war die Ursache für das Feuer am Freitag eine nicht ganz erkaltete Feuerstelle.

Waldbrandgefahr im Freistaat aktuell mittel bis hoch

In Schwarzhofen (Landkreis Schwandorf) entzündeten sich Sträucher, nachdem ein 67-Jähriger Streugut in einem nahen Container verbrannt hatte. Auf einem Grundstück in Wilburgstetten (Landkreis Ansbach) brannten rund 400 Quadratmeter Wiese nieder, weil dort ein Mann einen Behälter mit alter Asche leerte. Ernsthaft verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand. Die Schäden gehen in die Hunderttausende.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes erreicht die Waldbrandgefahr bayernweit in diesen Tagen zumeist die Stufen 3 (mittlere Gefahr) und 4 (hoch) von insgesamt 5 (sehr hoch). Lediglich in den Alpen und im Alpenvorland ist die Lage entspannter.

Bayernkarte: Wie hoch ist die Waldbrandgefahr?

Forstminister Kaniber warnt: "Ein Funke kann reichen"

Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber rief die Menschen daher auf, besonders achtsam zu sein. Waldbesucher sollten kein Feuer machen und aufs Grillen verzichten. Auch das seit März geltende Rauchverbot im Wald gelte es einzuhalten. "Ein Funke kann reichen", so die CSU-Politikerin.

Kaniber wies darauf hin, dass trockene Nadel- und Laubstreu sowie am Boden herumliegende Zweige leicht entzündlich sind. Ein hohes Risiko gehe auch von Fahrzeugen mit heißem Katalysator aus – daher sollte man sein Auto oder Motorrad nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abstellen.

Feuerwehren fordern mehr Technik für Waldbrand-Einsätze

Der Deutsche Feuerwehrverband drängt derweil auf mehr Investitionen in Fahrzeuge und Technik, um besser gegen Feuer in Wäldern und im Gelände gewappnet zu sein. "Wir laufen noch immer hinterher", sagte Präsident Karl-Heinz Banse der Deutschen Presse-Agentur. "Noch stärker werden könnten wir bei der Brandbekämpfung aus der Luft."

Karte: So trocken sind die Böden in Deutschland

Wählen Sie in der interaktiven Grafik aus, ob Sie die Werte für den Ober- oder Gesamtboden sehen wollen.

Flüsse haben sich bereits stark erwärmt

Derweil sorgen sich Experten auch um die ansteigenden Wassertemperaturen in den bayerischen Flüssen. Die Messstation im Main in Erlabrunn bei Würzburg zeigte am Wochenende zeitweise mehr als 26 Grad Wassertemperatur an. Auch an der Donau wurden nach Angaben des Landesamtes für Umwelt ähnlich hohe Werte erreicht.

Wenn Flusswasser zu heiß ist, kann dies negative Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt haben. Sauerstoffwerte und Wassermenge werden bayernweit von Behörden kontrolliert, um rechtzeitig eingreifen zu können.

DLRG zählt so viele Badetote wie seit über 20 Jahren nicht

Trotz der Hitze und entsprechend warmer Gewässer rät die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft dazu, die eigene Leistungsgrenze beim Abkühlen im Nassen nicht zu überschätzen. Im Juni ertranken in Deutschland demnach mindestens 99 Menschen – so viele wie in keinem Juni seit 2003. Nach Angaben der DLRG gab es allein in Bayern 21 Badetote. Die meisten Opfer waren jung und männlich.

30-Grad-Marke wird zum Wochenstart geknackt

Nach einer Abkühlung in der Nacht zum Montag auf 11 bis zu 19 Grad – und um 10 Grad in einigen Alpentälern – kann es zum Start in die neue Woche laut DWD bis zu 34 Grad, in Nordbayern sogar bis zu 35 Grad geben. 

In der Nacht zum Dienstag sind in der Nähe der Alpen und in Schwaben einzelne Schauer und Gewitter möglich. Es kühlt nur leicht ab mit Tiefstwerten zwischen 13 und 19 Grad, in Mainfranken soll es nachts nur knapp unter 20 Grad sein. Am Dienstag wird es mit Höchstwerten zwischen 28 und 35 Grad erneut heiß. Über den Bergen sind vereinzelte Gewitter möglich.

Mit Informationen von dpa und epd

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