Nachdem jemand zwei Holzkonstruktionen mit verbotenen nationalsozialistischen Symbolen vor dem Finanzamt in Eggenfelden im Landkreis Rottal-Inn aufgestellt hatte, ist jetzt ein Tatverdächtiger ermittelt worden. Einsatzkräfte durchsuchten am Donnerstag die Wohnung des 33-Jährigen im Landkreis Passau und beschlagnahmten Beweismittel, wie die Polizei in Straubing am Freitag mitteilte. Nun müssen die Gegenstände ausgewertet werden.
Tatverdächtiger war per Haftbefehl in anderer Sache gesucht
Der 33-Jährige mit polnischer Staatsbürgerschaft wurde in ein Gefängnis gebracht, da gegen ihn – unabhängig vom Tatvorwurf in Eggenfelden – ein Haftbefehl vorliegt, teilte die Polizei zudem mit.
Seit vier Wochen ermitteln Kriminalpolizei Passau und Staatsanwaltschaft Landshut wegen Volksverhetzung. In der Nacht auf Freitag, den 20. März, war das erste Holzgestell vor dem Eggenfeldener Finanzamt aufgestellt worden.
Motiv der Aktionen noch nicht bekannt
Es handelte sich offenbar um einen Nachbau eines KZ-Tores, das sich aus mehreren Hakenkreuzen zusammensetzte und mit der Inschrift "Arbeit macht frei" versehen war. Die Polizei baute das mannshohe Gestell ab und beschlagnahmte es. Am vergangenen Montag (13.04.) war erneut eine Holzkonstruktion mit verbotenen nationalsozialistischen Zeichen entdeckt worden.
Was das Motiv hinter den Aktionen war, ist noch unklar.
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!
