Der Herbst zeigt sich in Bayern weiter von seiner sonnigen Seite. Bis zur Wochenmitte bleibt es im Freistaat ungewöhnlich warm mit Höchstwerten bis nahe der 30-Grad-Marke. Erst nach Mittwoch sorgt ein schwacher atlantischer Tiefausläufer für leicht sinkende Temperaturen und etwas Regen – eine Entlastung für die anhaltende Trockenheit ist das allerdings nicht.
Bis zu 29 Grad: Hochdruckgebiet bringt spätsommerliche Hitze
Ein umfangreiches Hochdruckgebiet über Nordost- und Osteuropa bestimmt am Dienstag und Mittwoch das Wetter in Bayern und hält vorerst alle Tiefs von uns fern. Nach der Auflösung lokaler Frühnebelfelder scheint zu lockeren Wolkenfeldern überall die Sonne im Freistaat. Aus dem Südwesten Europas strömen sehr warme Luftmassen heran und die Temperaturen steigen auf 20 bis 26 Grad. In der Untermain-Region sind am Dienstag Spitzenwerte von bis zu 29 Grad möglich. Damit liegen die Höchstwerte rund sieben bis acht Grad über dem vieljährigen Mittelwert der Klimaperiode 1991–2020.
Ab Donnerstag etwas kühler und Regen möglich
Am Donnerstag schwächt sich der Hochdruckeinfluss langsam ab. Es bleibt aber im Osten und Südosten Bayerns noch lange sonnig und trocken. Im Westen Bayerns ziehen nach freundlichem Beginn im Laufe des Tages immer mehr Wolken eines atlantischen Tiefausläufers auf und zum Abend kann es von Unterfranken über das westliche Mittelfranken und Schwaben bis ins Allgäu etwas Regen geben. Mit Höchstwerten von 20 Grad am Fuße der Rhön bis 26 Grad örtlich im Chiemgau ist es weiterhin zu warm für diese Jahreszeit, aber besonders in Unterfranken wird es im Vergleich zu den Vortagen merklich kühler.
In der Nacht zum Freitag zieht der Ausläufer unter Abschwächung ostwärts weiter und es fällt gebietsweise etwas Regen, örtlich in Verbindung mit Gewittern. Am Freitag löst sich der Tiefausläufer im Tagesverlauf auf, letzter Regen klingt bis Mittag ab. Im weiteren Verlauf setzt sich unter steigendem Luftdruck aus Richtung Tschechien und Oberösterreich her wieder häufiger die Sonne durch. Die Höchstwerte liegen zwischen 17 und 23 Grad.
Trend für das Wochenende: freundlich und mild
Am Wochenende überwiegt schwacher Hochdruckeinfluss und somit gibt es in Bayern nach Auflösung von Nebelfeldern einen Mix aus Sonne und teils dichteren Wolkenfeldern. Schauer bleiben die Ausnahme und die Höchstwerte liegen bei etwa 20 Grad. Somit hält auch in dieser Woche der Herbst mit wechselhaftem und kühlem Wetter noch keinen Einzug in Bayern.
Gute Aussichten für das Oktoberfest
Abgesehen vom Freitag – wo es in München mehr Wolken als Sonne gibt und es vormittags auch mal regnen kann – herrscht in den kommenden Tagen in der bayerischen Landeshauptstadt oft sonniges und weitgehend trockenes Wetter. Dabei ist es bis Donnerstag spätsommerlich warm, ab Freitag wird es insgesamt etwas kühler - alles in allem: ideales Wetter für einen Wiesn-Besuch.
Keine Entwarnung bei der Dürre
Was Ausflügler oder die Besucher der zahlreichen Volksfeste freut, verschärft die Lage für die Natur weiter. Der prognostizierte Regen von Donnerstagabend bis Freitagmittag bleibt kaum mehr als der berüchtigte Tropfen auf den heißen Stein. Ein so dringend benötigter, flächendeckender und ergiebiger Landregen ist nicht in Sicht. Die Trockenheit und die niedrigen Pegelstände an den bayerischen Flüssen und Seen dauern somit unvermindert an.
Karte: So trocken sind die Böden in Deutschland
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