Breite Schultern, Lederjacke, Sonnenbrille, Metall unter der Haut: In seiner Hauptrolle als Cyborg im Film "Terminator" kennen ihn Menschen auf der ganzen Welt – Arnold Schwarzenegger. Schauspieler, früherer Bodybuilder, ehemaliger Gouverneur von Kalifornien, Unternehmer und Autor. Der 78-Jährige soll das neue Motorrad der Jesus Biker signieren.
Arnold Schwarzenegger soll Motorrad auf Klima-Konferenz signieren
Dieses Geheimnis hat der christliche Motorrad-Club aus dem hessischen Schaafheim im Landkreis Darmstadt-Dieburg seit Oktober streng gehütet. Heute haben sie es gelüftet. Mitte Juni wollen die Jesus Biker das Motorrad nach Wien bringen. Dort findet am 16. Juni der "Austrian World Summit" statt, eine internationale Klimaschutz-Konferenz. Arnold Schwarzenegger engagiert sich viel für den Klimaschutz und hat die Veranstaltung 2017 ins Leben gerufen. Die "Schwarzenegger Climate Initiative" organisiert sie.
Der gebürtige Österreicher Schwarzenegger soll das Peace Bike auf der Konferenz signieren und damit wertvoller machen, so die Jesus Biker. Danach soll das Motorrad wieder für einen guten Zweck versteigert werden. Termin, Ablauf und Ort sind noch nicht bekannt.
Nach Harley und BMW jetzt eine Elektro-Maschine
Bei der Maschine handelt es sich erstmals um ein Elektro-Motorrad, eine sogenannte Livewire S2 Mulholland mit 84 PS und einer Reichweite von knapp 200 Kilometern. Es ist ein Modell der Harley-Davidson-Tochter Livewire, die sich auf den elektrischen Antrieb von Motorrädern spezialisiert hat.
Peace Bike wird in unterfränkischer Werkstatt veredelt
Das Motorrad wird aktuell in einer Werkstatt in Faulbach im Landkreis Miltenberg umgebaut und veredelt. Auf der Maschine werden zum Beispiel "Botschaften des Friedens und des Klimaschutzes" angebracht – mit Laser und Airbrush, so die Jesus Biker. Sie wird auf dem "Austrian World Summit" ausgestellt. Dieses Mal hat der Motorrad-Club keinen Partner, der das Bike finanziert. Er hat es nach eigenen Angaben selbst gekauft.
Jesus Biker wollen Zeichen für Umweltschutz setzen
Beim diesjährigen Peace Ride orientieren sich die Jesus Biker an der Umwelt-Enzyklika "Laudato Si" von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015. "Laudato Si" ist Italienisch und bedeutet "Sei gelobt, mein Herr" oder "Gelobt seiest du". Dem Papst ging es dabei um den Schutz der Schöpfung – und die Verbindung von Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit. Der heilige Franziskus von Assisi hatte "Laudato Si" außerdem als ein Loblied auf Gott und seine Schöpfung geschrieben. Deshalb hat sich der Motorrad-Club für ein batteriebetriebenes Elektro-Motorrad entschieden.
"Es geht uns um Gerechtigkeit auf der Welt, gegenüber allen Menschen und der Schöpfung. Mit unseren normalen Motorrädern hinterlassen wir ja einen CO2-Fußabdruck. Bei der E-Maschine ist das anders", erklärt Thomas Draxler, Gründer und Vorsitzender der Jesus Biker.
Zwei Motorräder von Päpsten signiert und für guten Zweck versteigert
Im Jahr 2019 hatten die Jesus Biker eine Harley veredeln und von Papst Franziskus bei einer großen Audienz auf dem Petersplatz signieren lassen, damals mit Unterstützung eines Händlers im Landkreis Würzburg. Mit dem neuen Papst kam die Idee für ein weiteres Papst-Bike. Die BMW, signiert von Papst Leo XIV., hat 130.000 Euro eingebracht – für Kinder in Madagaskar. Bei den beiden Peace Rides waren auch Menschen aus Unterfranken dabei, etwa aus den Landkreisen Würzburg, Haßberge oder Miltenberg.
Die Jesus Biker sind ein christlicher Motorrad-Club. Nach eigenen Angaben sind die Mitglieder katholische, evangelische, orthodoxe oder freie Christen und Christinnen.
Im Video: Schrauben am Motorrad "für den Promi"
Zu dem Zeitpunkt haben die Jesus Biker noch ein Geheimnis um den Promi gemacht.
Hier wird an der dritten Maschine geschraubt: Das Motorrad der Jesus Biker soll von einem Promi signiert und dann versteigert werden.
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