"Jetzt erst recht" - Diese Botschaft auf einem Transparent sprach am Samstag wohl Vielen beim Christopher-Street-Day in Kempten aus dem Herzen. Doch genauso ist allen der Anschlag auf den Berliner CSD vor knapp einer Woche im Gedächtnis. Denn, so eine Teilnehmerin: Die Tat zeige, dass es immer noch und immer wieder Gewalt gegen queere Menschen gebe.
Absagen keine Option
Doch den CSD ganz abzusagen, sei keine Option gewesen, betonen die Veranstalter. Kathrin Hörmann vom Verein Allgäu Pride: "Weil's für uns nicht in Frage kommt, uns zurückzuziehen. Dieses Gemeinschaftsgefühl, dieses Viele-Sein-auf-der-Straße, das gibt Sicherheit, das empowert auch und das ist ja auch mit ein Grund, warum wir das heute hier alles abhalten." Nach einer Schweigeminute für die Opfer von Berlin zogen die Teilnehmenden durch die Innenstadt.
Bunt und gut von der Polizei geschützt zog der 2. Kemptener CSD durch die Stadt
Sicherheitskonzept nochmals verschärft
In Absprache mit der Polizei war das Sicherheitskonzept noch einmal verschärft worden – Autos wurden komplett von der Strecke verbannt, mehr Polizisten als ursprünglich geplant eingesetzt, zusätzliche Poller aufgestellt.
Am Ende sind es laut Veranstaltern mehr als 2.500 Menschen, die sich – teils spontan – dem Zug anschließen und durch Kempten ziehen - deutlich mehr als erwartet.
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