Patienten sollen mehr für Medikamente zuzahlen, homöopathische Leistungen nicht mehr erstattet werden, ebenso wenig wie die Hautkrebsvorsorge – und Ehepartner sollen nur noch in Ausnahmefällen kostenlos mitversichert werden. Auch bei Kliniken, Ärzten und der Verwaltung der Krankenkassen müsse gespart werden.
Sparen an der falschen Stelle oder richtige Reform?
"Höhere Zuzahlungen und die Abschaffung der Familienmitversicherung treffen ausgerechnet kranke Menschen und diejenigen, die ohnehin schon wenig Geld haben, besonders hart", kritisiert Ates Gürpinar, gesundheitsökonomischer Sprecher der Linken im Bundestag. Aus der Union kommt Lob für die "größte Gesundheitsreform der letzten Jahre". Und weiter: "Ohne Veränderungen und ohne Einschnitte für Ärzte, Krankenhäuser, Kassen und Pharmahersteller wird es nicht gehen."
Klinik vor dem Aus
Müssen wir in Zukunft also für weniger Leistungen mehr bezahlen? Das befürchten die Bürgerinnen und Bürger in Bogen und Umgebung schon länger. Denn, wie in vielen bayerischen Kommunen, sorgt hier die Krankenhausreform für Ärger. Es gibt Pläne, den Betrieb der Kreisklinik einzuschränken und bestimmte Leistungen im Klinikum Straubing zu bündeln. Ist die Notfallversorgung damit gefährdet? Was würde das Aus der Klinik für die medizinische Versorgung in der Region bedeuten? Viele Bogener kämpfen deshalb für den Erhalt ihrer Klinik.
Mitdiskutieren!
Was muss passieren, damit es auch in Zukunft kleinere Krankenhäuser geben kann? Oder ist es nicht sinnvoll eher große Kliniken zu stärken? Müssen wir alle für die Medizin tiefer in die Tasche greifen? Wie können wir unser Gesundheitssystem in Zukunft gerecht finanzieren?
Über diese und andere Fragen diskutieren bei "jetzt red i" Bürgerinnen und Bürger live in Parkstetten mit Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion, und Ates Gürpinar (Die Linke), stellvertretender Parteivorsitzender und Bundestagsabgeordneter.
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