Kaffkiez in Rosenheim
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Kaffkiez spielt nach AfD-Kritik kostenloses Konzert in Rosenheim

Kaffkiez spielt nach AfD-Kritik kostenloses Konzert in Rosenheim

Erst die Ankündigung eines Preises, dann Kritik von der Rosenheimer AfD und jetzt ein kostenloses Konzert in der Fußgängerzone von Rosenheim: Das ist der Verlauf eines politischen Streits um die Rosenheimer Band "Kaffkiez".

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Als Reaktion auf Kritik der Rosenheimer AfD gab die Rosenheimer Band Kaffkiez am Abend ein kostenloses Konzert in der Rosenheimer Innenstadt. Auf dem Max-Josefs-Platz in der Fußgängerzone versammelten sich rund eintausend Konzertbesucher, so die Schätzung der Polizei Rosenheim. Das Konzert dauerte 45 Minuten und die Stimmung war gut. Kaffkiez spielte "für den Hut" und spendet die Einnahmen nach eigenen Angaben an den Stadtjugendring Rosenheim.

Was die Rosenheimer AfD an Kaffkiez kritisiert

Mit dem Gratis-Konzert reagierte die Band auf Kritik der Roseneimer AfD. Zum Hintergrund: Kaffkiez soll im Oktober den mit 2.500 Euro dotierten Kulturförderpreis der Stadt Rosenheim bekommen. Dagegen hatte sich die AfD-Stadtratsfraktion im Kulturausschuss ausgesprochen, die deutliche Kritik an der Band übt.

In einer Pressemitteilung der Rosenheimer AfD heißt es, die Fraktion reagiere damit auf die "zunehmend aggressive politische Positionierung" der Band. Diese sei mit dem eigentlich angedachten verbindenden Charakter eines städtischen Preises unvereinbar. Die Band habe in der Vergangenheit dazu aufgerufen, "gegen rechts" aktiv zu werden; deswegen sei die Verleihung des Kulturförderpreises "ein Kniefall vor dem politisch korrekten Zeitgeist und ein Affront gegen all jene Bürger, die eine andere politische Meinung vertreten", so die AfD im Rosenheimer Stadtrat.

Kaffkiez: Haben Verantwortung, uns zu äußern

Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan (SPD) wies diese Kritik gegenüber lokalen Medien zurück und verwies auf die bestehende Kunst- und Meinungsfreiheit.

Kaffkiez reagierte mit dem spontanen Gig und schreibt auf Instagram: "Es versteht sich für uns von selbst, dass wir eine Verantwortung haben, uns gegen Rechtsextremismus zu äußern." Laut der Rosenheimer Polizei kam es bei dem Auftritt zu keinerlei Vorkommnissen.

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