Im Kampf gegen Fahrraddiebe geht das Polizeipräsidium Oberpfalz nun einen neuen Weg. Die Beamten setzen dabei auf speziell präparierte Köderfahrräder.
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Fahrräder mit GPS-Sendern präpariert
Die Beamten rüsten dabei hochwertige Räder mit modernen GPS-Sendern aus. Dann werden sie an verschiedenen als geeignet erachteten Orten im öffentlichen Raum platziert. Also zum Beispiel an Plätzen, an denen erfahrungsgemäß viel geklaut wird. So sollen mögliche Täter angelockt werden.
Die GPS-Sender erlauben es, nach einem Diebstahl den Standort des Fahrrads in Echtzeit zu verfolgen. Die Polizei kann dann schnell zugreifen. Die Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit allen Staatsanwaltschaften der Oberpfalz, hieß es.
Das Ziel: Organisierte Banden zu identifizieren und zu verfolgen
Fahrraddiebstähle beschäftigen die Polizei in ganz Bayern in hohem Maße, vor allem in größeren Städten. Besonders hochwertige Fahrräder und E-Bikes sind Ziel von Diebstählen. Der Gesamtschaden durch Fahrraddiebstähle ist bayernweit hoch und bewegt sich im dreistelligen Millionenbereich.
Allein in Niederbayern und der Oberpfalz wurden im vergangenen Jahr fast 3.000 Räder gestohlen. Die Dunkelziffer liegt sicher höher, da viele Fahrraddiebstähle gar nicht angezeigt werden. Neben Gelegenheitstätern sind laut Polizei immer mehr Banden unterwegs, die arbeitsteilig und organisiert vorgehen.
Ihnen soll jetzt in der Oberpfalz mit den Köderfahrrädern das Handwerk gelegt werden. Gleichzeitig soll von der Maßnahme aber auch eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Täter ausgehen, sagt die Polizei.
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