Eins Schneeskulptur im Iglu-Hotel auf dem Nebelhorn.
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Jahr für Jahr entsteht auf dem Nebelhorn auf 2000 Metern Höhe ein Iglu-Hotel ganz aus Schnee und Eis.
Bildrechte: BR/Johannes Hofmann
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Jahr für Jahr entsteht auf dem Nebelhorn auf 2000 Metern Höhe ein Iglu-Hotel ganz aus Schnee und Eis.

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Kein leichter Job: Iglu-Dorf auf 2.000 Metern Höhe aufbauen

Kein leichter Job: Iglu-Dorf auf 2.000 Metern Höhe aufbauen

Am Nebelhorn in Oberstdorf läuft ein Wettlauf gegen die Zeit. In eisigen Höhen soll binnen weniger Wochen ein ganzes Iglu-Dorf entstehen. 30 Gäste werden hier übernachten. Doch es tauchen unerwartete Probleme auf.

Über dieses Thema berichtet: Abendschau · Die Reportage am .

Nebelhorn bei Oberstdorf, 2.000 Meter in der Höhe: Betriebsleiter Phillip Simon trägt heuer erstmals die Verantwortung. "Ob alles so funktioniert wie geplant?", fragt er sich. Das Prinzip wirkt simpel: Übergroße Luftballons werden aufgeblasen, mit Schnee bedeckt und gefräst. Gefriert die Hülle, wird die Luft abgelassen – zurück bleibt ein Iglu.

Doch der Schnee ist nass und schwer. Zu schwer? Wenn ein Ballon Luft verliert, könnte alles einstürzen. Das Team kontrolliert jede Naht, sucht nach Löchern. Ein Notfall-Tape liegt bereit. Während die Fräse arbeitet, wächst zumindest die Form von Bar und Gang in den Himmel.

Verloren im Schneehaufen

Dann die nächste Hürde: Ein Stromschacht ist unter der weißen Decke verschwunden. Ohne ihn keine Sauna – und ohne Sauna frieren später womöglich die Gäste. Das GPS hilft nur bedingt. Minutenlang stochern die Männer im Schnee, bis plötzlich der Markierungspfosten auftaucht. Erleichterung – die Sauna ist gerettet.

Doch zwei Tage später folgt der Rückschlag: Beim größten Iglu verliert ein Ballon Luft. Der "Rüssel", die Öffnung zum Aufblasen, ist abgerissen. "Fuck", entfährt es dem Team. Ein Tag Verzug mindestens. Der kaputte Ballon muss herausgeschnitten, ein kleinerer eingesetzt, die Kuppel erhöht werden.

Kunst im ewigen Eis

Nebenan arbeiten Künstler an römischen Motiven. Ein steinerner Cäsar-Kopf wächst aus der Schneewand, im Gang entsteht ein eingefrorener Römerhelm. Eisblöcke aus Polen werden verbaut, Licht installiert. Das Dorf bekommt Atmosphäre – kalt, aber kunstvoll.

Die Helfer schaufeln oft bis zur Erschöpfung. Viele sind saisonal dabei, manche betreuen später auch die Gäste. Was sie antreibt? "Wenn die Leute reinkommen und einfach nur staunen", sagt eine Mitarbeiterin. Wird alles klappen, können die Gäste anreisen und eine unvergessliche Zeit im Iglu erleben. Die Reportage zeigt das Abenteuer.

BR24 auf TikTok: Iglu-Nacht auf 2.000 m Höhe

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