Am 31. März wird der Faserspezialist Kelheim Fibres den Geschäftsbetrieb einstellen. Das teilt das Chemieunternehmen, das unter anderem Viskose für Tampons und Feuchttücher herstellt, in einer Pressemitteilung mit.
Das insolvente Chemieunternehmen kämpfte bereits seit Monaten um die Existenz und hatte Insolenz in Eigenverantwortung anmelden müssen. Hohe Rohstoff- und Energiekosten hatten wesentlich zur Schieflage beigetragen. Letztendlich besiegeln nun ausbleibende Aufträge insbesondere eines Großkunden das Aus.
Hoffnungsschimmer kurz vor Weihnachten verblasste
Kurz vor Weihnachten hatte es nochmal kurze Hoffnung für das Kelheimer Unternehmen mit einer jahrzehntelangen Geschichte gegeben. Ein möglicher strategischer Investor hatte Interesse an einem Kauf der Firma bekundet. Wie Kelheim Fibres mitteilt, nahm dieser aber kurzfristig von einem Einstieg Abstand. Bereits zuvor war ein Verkaufsversuch gescheitert.
Weiterbetrieb wirtschaftlich nicht mehr möglich
Die rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten nun die Kündigung. Mit dem Betriebsrat hat sich das Chemieunternehmen auf einen Sozialplan und eine Transfergesellschaft verständigt. Das Unternehmen habe alle realistischen Optionen zur Fortführung geprüft, heißt es in der Pressemitteilung. "Da die erforderlichen Zusagen – einschließlich der Zustimmung eines wesentlichen Kunden – nicht vorlagen, ist eine Fortführung leider wirtschaftlich nicht möglich. Für die Mitarbeitenden ist dies eine schwierige Situation“, teilt die Geschäftsführung mit. Der Fokus liege nun auf einer geordneten Abwicklung und bestmöglicher Unterstützung der Mitarbeitenden.
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