Alles neu macht der März, zumindest in vielen politischen Gremien und Ämtern in Bayern. Denn am 8. März steht die Kommunalwahl an. Gewählt werden Stadt- und Gemeinderäte, Kreistage sowie die Bürgermeister und Landräte der jeweiligen Orte, Städte und Landkreise. In Unterfranken wird es hier zwangsläufig zu mehreren Wechseln kommen: Einige Amtsinhaber stellen sich nicht mehr zur Wahl.
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Neuer Oberbürgermeister für Schweinfurt
Einer von ihnen ist nach 16 Amtsjahren Sebastian Remelé. Er hatte schon im März vergangenen Jahres bekannt gegeben, dass er sich 2026 nicht noch einmal zur Wahl stellen werde. Er wolle dem Vorbild seiner drei Vorgänger folgen und nach drei Amtsperioden aufhören.
Sieben mögliche Nachfolger haben sich für den Schweinfurter Posten gefunden: Oliver Schulte (CSU), Stefan Labus (FW), Thomas Felsner (AfD), Holger Laschka (Grüne), Ralf Hofmann (SPD), Ulrike Schneider (ÖDP) und Axel Schöll (FDP).
Scherf hört in Miltenberg auf – fünf mögliche Nachfolger
Auch in vier der neun unterfränkischen Landkreise wird es einen neuen Landrat oder eine neue Landrätin geben. In Miltenberg hört nach zwölf Jahren im Amt Jens Marco Scherf auf, wegen gesundheitlicher Probleme aufgrund seiner Migräne-Erkrankung. Scherf war einst der erste Grünen-Landrat in Bayern.
Ob der Landkreis nach der jetzigen Wahl grün bleibt, ist offen. Um die Scherf-Nachfolge bewerben sich fünf Personen: Björn Bartels (Neue Mitte/CSU), Michael Schüßler (FW), Christian Steidl (AfD), Peter Weis (Grüne) und Ann-Sophie Maria Groß (Linke).
Neue Landräte für Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld und Haßberge
Amtswechsel wird es auch im Norden und Osten Unterfrankens geben. In Bad Kissingen geht Thomas Bold (CSU) nach 24 Amtsjahren in den Ruhestand. Drei mögliche Nachfolger gibt es: Mario Götz (CSU), Patrick Geßner (AfD) und Maximilian Hümmer (FDP/Freie Bürger).
Auch im Landkreis Rhön-Grabfeld stellt sich ein langjähriger Landrat nicht mehr zur Wiederwahl. Thomas Habermann (CSU) war dort 23 Jahre im Amt. Für den Landrats-Posten gibt es fünf Bewerbungen: Christof Herbert (CSU), Sonja Rahm (FW), Yatin Shah (Grüne), René van Eckert (SPD) und Karl Schenk Graf von Stauffenberg (FDP).
Im Landkreis Haßberge wird der Landrats-Posten ebenfalls frei. Wilhelm Schneider (CSU) tritt nach zwölf Amtsjahren nicht erneut an. Dort gibt es vier neue Kandidaten: Michael Ziegler (CSU), Andreas Buttlar (AfD), Norbert Zösch (Grüne) und Stefan Heilmann (Linke).
Ein Oberbürgermeister und fünf Landräte zur Wiederwahl
Im Amt bleiben möchte der Oberbürgermeister von Aschaffenburg, Jürgen Herzing (SPD) – er hat vier Gegenkandidaten. Zur Wiederwahl stellen sich auch die Landräte von Aschaffenburg (Alexander Legler, CSU), Würzburg (Thomas Eberth, CSU), Schweinfurt (Florian Töpper, SPD), Main-Spessart (Sabine Sitter, CSU) und Kitzingen (Tamara Bischof, FW). Tamara Bischof ist mit 26 Amtsjahren außerdem die dienstälteste Landrätin in Unterfranken und der Freien Wähler in Bayern.
Die dienstälteste Bürgermeisterin kommt ebenfalls aus Unterfranken, genauer aus dem Landkreis Aschaffenburg: Marianne Krohnen (CSU) steht seit über 40 Jahren an der Spitze der Gemeinde Geiselbach, mit etwa 2.500 Einwohnern. Wenn die 74-Jährige wiedergewählt wird, wäre es ihre achte Amtszeit. Sie hat zwei Herausforderer.
Keine OB-Wahl in Würzburg
In der Stadt Würzburg wird bei der aktuellen Kommunalwahl kein neuer Oberbürgermeister gewählt. Die Wahl war vorgezogen worden, auf Mai 2025. In der Stichwahl hat sich der Grünen-Politiker Martin Heilig dann deutlich durchgesetzt. Er wurde der erste grüne Oberbürgermeister in Bayern.
Im Video: Bayerns Rekord-Bürgermeisterin strebt achte Amtszeit an
Die 74-jährige Marianne Krohnen ist Bayerns dienstälteste Bürgermeisterin und strebt eine achte Amtszeit an.
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