Die Kommunikation zur Justiz in Bayern war seit dem Nachmittag unterbrochen. Sowohl bei den Staatsanwaltschaften München I, Nürnberg, Ansbach und Traunstein als auch beim Landgericht München I hieß es, "die gewünschte Telefonnummer ist zur Zeit abgeschaltet oder nicht vergeben". Selbst die zentrale Telefonnummer der Justiz in München antwortete so. Auch E-Mails kamen als unzustellbar zurück. Das zeigten Stichproben des BR.
Seit dem Nachmittag bestehe eine Störung der Netzwerkinfrastruktur im Rechenzentrum des Landesamts für Steuern, teilte eine Sprecherin des Landesamts der Deutschen Presse-Agentur mit. IT-gestützte Arbeitsabläufe bei Gerichten und Staatsanwaltschaften seien dadurch eingeschränkt.
Technisches Problem - kein Cyberangriff
Weiter teilte die Sprecherin mit: "Auslöser war nach derzeitigem Kenntnisstand eine fehlerhafte Konfigurationsänderung an der zentralen Netzwerkinfrastruktur. Zum aktuellen Zeitpunkt kann ein Cyberangriff ausgeschlossen werden. Daten sind weder abgeflossen noch verloren gegangen." Ebenso habe zu keinem Zeitpunkt ein unbefugter Zugriff auf die Server der Justiz bestanden, versicherte sie. "Der Fehler im Netzwerk wurde bereits identifiziert und wird aktuell behoben."
Betroffen von dem Ausfall waren offenbar sämtliche Justizbehörden in Bayern.
Teilweise Entwarnung am späten Abend
Nach dem stundenlangen Ausfall konnte die Kommunikationspanne nach mehreren Stunden weitgehend behoben werden. Stichprobenartige Anrufversuche des BR zeigten am späten Abend, dass die Behörden zumindest telefonisch wieder erreichbar sind. E-Mails kamen zunächst aber weiterhin nicht durch.
Mit Informationen von dpa
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!
