US-Präsident Donald Trump wirbelt die Weltordnung durcheinander. Anfang Januar ordnet er einen US-Militäreinsatz in Venezuelas Hauptstadt Caracas an und lässt Präsident Nicolás Maduro gefangen nehmen. Kurz darauf will er Grönland kaufen, drängt auf schnelle Verhandlungen und droht mit Strafzöllen.
Nach einem abendlichen Gespräch mit Nato-Chef Mark Rutte scheinen die Wogen zunächst geglättet. Angeblich ist nun ein "Rahmenabkommen" zu Grönland in Aussicht. Einen Tag darauf, am heutigen Donnerstag, hat Trump in Davos seinen umstrittenen "Friedensrat" ins Leben gerufen und das Gründungsdokument öffentlichkeitswirksam unterzeichnet.
Weder über das Grönland-"Rahmenabkommen" noch über Trumps "Friedensrat" ist bislang allzu viel bekannt. Wir sprechen darüber bei BR24 um 16 Uhr mit dem ehemaligen Chef der Münchner Sicherheitskonferenz Christoph Heusgen. Er soll uns einordnen, wie wir Trump und seinem Politikstil begegnen müssen. Außerdem schalten wir nach Brüssel zu unserer ARD-Korrespondentin Tina Hassel. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten werden dort am Abend trotz der wieder einkassierten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump zu ihrem geplanten Sondergipfel zusammenkommen. Den Livestream finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.
Ursprünglich sollte der "Friedensrat" den Plan zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen überwachen. In der Gründungscharta wird das Palästinensergebiet jedoch nicht ausdrücklich genannt.
Laut US-Regierung unterstützen rund 35 Länder das Vorhaben: darunter Ägypten, Argentinien, Israel und Pakistan. Vorsitzender des Rats wird nach eigener Aussage Trump selbst, eine dauerhafte Mitgliedschaft kostet Länder eine Milliarde US-Dollar.
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