Das Schulamt in Bayreuth warnt vor einem unbekannten Mann, der Schüler anspricht und versucht, in sein Auto zu locken. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art in und um Bayreuth in diesem Jahr. Die Polizei ermittelt.
Unbekannter will Mädchen nach Hause fahren
Demnach soll der Mann zuletzt am Dienstagmittag an einer Bushaltestelle vor dem Bayreuther Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium zwei Schülerinnen der sechsten Jahrgangsstufe aus einem Auto heraus angesprochen und angeboten haben, sie nach Hause zu fahren. Die Schülerinnen lehnten ab und informierten ihre Eltern, diese riefen die Polizei.
Drei Fälle – Täterbeschreibung ähnlich und doch verschieden
Das Schulamt weist darauf hin, dass sich in den vergangenen sechs Monaten mindestens zwei weitere derartige Fälle in und um Bayreuth ereignet haben. Die Polizei bestätigt das. Erst wurde ein Schüler der Grundschule St. Johannis an einer Bushaltestelle von einem Unbekannten angesprochen und nach seiner Adresse gefragt. Dann ereignete sich ein weiterer Fall im wenige Kilometer entfernten Mistelbach im Landkreis Bayreuth.
Die Polizei teilt auf Nachfrage des BR mit, dass sie die Fälle ernst nehme. Im jüngsten Fall soll es sich laut Täterbeschreibung der Mädchen um einen etwa 55 bis 65 Jahre alten Mann mit kurzen, weiß-grauen oder braunen Haaren, einer leichten Glatze und langen Koteletten gehandelt haben. Der Unbekannte soll zudem einen leichten Bauchansatz gehabt haben und aktzentfrei Deutsch gesprochen haben.
Polizei verstärkt Präsenz rund um Schulen
Auch in den anderen Fällen seien ähnliche Männer beschrieben worden, heißt es von der Polizei, die Angaben seien aber zu ungenau, um derzeit von ein und derselben Person auszugehen. Zudem soll das Auto des Unbekannten in allen drei Fällen ein anderes gewesen sein.
In den kommenden Tagen sollen sich aber vermehrt Polizeibeamte an und rund um die Bayreuther Schulen aufhalten, um verdächtiges Verhalten festzustellen und im Falle einer erneuten Ansprache durch Unbekannte schnell eingreifen zu können.
Das Bayreuther Schulamt hat inzwischen Schulen im Stadtgebiet und darüber hinaus über die Vorfälle informiert. Eltern und Lehrer werden gebeten, mit den Schülern das richtige Verhalten in solchen Fällen zu besprechen.
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