Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich beim 104. Katholikentag in Würzburg den Fragen junger Menschen gestellt. Unter dem Motto "Gemeinsam Zukunft gestalten" diskutierte der Kanzler am Vormittag über Politik, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunft Deutschlands. Begleitet wurde der Auftritt von Protesten: Zeitgleich demonstrierten mehrere Hundert Menschen gegen Merz und dessen Politik. Die Kundgebung stand unter dem Motto "Gemeinsam für eine Zukunft ohne Merz & Menschenfeindlichkeit".
Politische Debatten prägen den Katholikentag
Der Katholikentag entwickelte sich damit erneut zu einer Bühne für politische Diskussionen. Neben Themen wie Krieg, gesellschaftlicher Spaltung und dem Umgang mit der AfD geht es auch um die Rolle der Kirche in gesellschaftlichen Debatten.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, hatte zuletzt betont, Kirche und Politik seien nicht voneinander zu trennen – etwa beim Einsatz für Umwelt- oder humanitären Fragen.
Auch Klöckner in Würzburg erwartet
Außerdem ist Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) beim Katholikentag heute zu Gast. Sie hatte im Vorfeld erklärt, die Kirche solle sich stärker auf Spiritualität konzentrieren statt auf Tagespolitik. Der 104. Deutsche Katholikentag läuft noch bis Sonntag. Zu der Großveranstaltung in Würzburg werden insgesamt bis zu 60.000 Gäste erwartet.
Das Sendungsvideo finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.
Einmischen oder Raushalten – wie politisch darf Kirche sein? BR24 schaltet um 16 Uhr nach Würzburg, um mit Christian Wölfel von der BR-Redaktion Religion und Orientierung zu sprechen, außerdem zu Bischof Overbeck (Militärseelsorger).
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