Ein 43-jähriger Fußballtrainer soll mindestens fünf minderjährige Spieler aus Südbayern sexuell missbraucht haben. Der Tatverdächtige sitzt seit Dezember 2025 in Untersuchungshaft. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen nun mit einem Zeugenaufruf nach weiteren möglichen Opfern.
Verdächtiger arbeitete mit Kinder- und Jugendmannschaften
Nach derzeitigem Kenntnisstand arbeitete der heute 43-jährige Deutsche unter dem Pseudonym "Coach Ben" seit 2005 bei verschiedenen Kinder- und Jugendmannschaften in München und dem Umland. Zudem war er überregional bei nationalen sowie internationalen Kinder- und Jugendfußballcamps tätig. Dabei soll er regelmäßigen, intensiven Kontakt zu den von ihm betreuten Kindern und Jugendlichen auch außerhalb des Trainings gehabt haben.
Der früheste bislang bekannte Verdachtsfall stammt aus dem Jahr 2009. Damals soll der Mann einen 12-Jährigen aus Olching im Landkreis Fürstenfeldbruck bei einem Probetraining in Köln sexuell missbraucht haben. 2014 soll er einen 10-Jährigen während eines Fußballcamps in Oberhaching an drei Nächten sexuell missbraucht haben.
Mutmaßliche Opfer zwischen acht und 16 Jahre alt
Im Zuge der Ermittlungen durchsuchte die Polizei im Dezember 2025 die Wohnung des 43-Jährigen in Südbayern. Er kam anschließend in Untersuchungshaft. Danach wurden den Ermittlern drei weitere Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs bekannt. Die mutmaßlichen Opfer sind alle männlich und waren zur Tatzeit zwischen acht und 13 Jahre alt, in einem Fall 16 Jahre. Die Taten sollen unter anderem im Zusammenhang mit gemeinsamen Filmabenden oder Übernachtungen erfolgt sein.
Ermittler gehen von weiteren Betroffenen aus
Die Ermittler gehen davon aus, dass es weitere Betroffene geben könnte und bitten ehemalige Spieler von "Coach Ben", sich beim zuständigen Kommissariat 17 des Polizeipräsidiums München zu melden.
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