Das Polizeipräsidium Niederbayern hat am Montag (17.8.) neue Details zu dem Wohnhausbrand in Bodenmais bekanntgegeben, bei dem am Freitagabend (14.8.) ein vier Jahre altes Kind gestorben ist. Demnach hat ein Gutachten ergeben, dass der Brand mutmaßlich im Bereich der Terrasse seinen Ursprung hatte. Von dort griffen die Flammen auf den Wohnbereich über.
- Mehr zum Thema: Nach tödlichem Brand: Große Hilfsbereitschaft – Hetze im Netz
Mutter konnte nicht mehr helfen
Laut Polizei war der Brand am Freitag gegen 22.30 Uhr ausgebrochen. Die Mutter des Mädchens, die sich im Haus befand, bemerkte das Feuer, schaffte es aber nicht mehr, in das Zimmer der Tochter zu kommen. Auch einem Nachbarn gelang dies nicht mehr. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Haus bereits komplett in Flammen, so die Polizei. Die Einsatzkräfte konnten die Vierjährige nur noch leblos bergen. Die Mutter wird weiterhin ärztlich behandelt.
Keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung
Die Brandursache ist weiter unklar, die Ermittlungen laufen. Der Brand konnte erst nach Mitternacht gelöscht werden, weil das Feuer immer wieder aufflammte. Noch am Samstag wurde der Brandort von Experten der Kriminalpolizei Deggendorf und einem Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamtes (BLKA) untersucht. Hinweise auf eine Brandstiftung fanden sie aber nicht.
Betreuung für Betroffene und Helfer
Das Haus ist derzeit unbewohnbar. Noch in der Brandnacht wurden den Bewohnern Ersatzunterkünfte zur Verfügung gestellt. Die Angehörigen des Kindes wurden von der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) betreut, ebenso Feuerwehrmänner und -frauen, für die der Einsatz ebenfalls eine Belastung war.
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!
