Die meisten der etwa 200 Passagiere schliefen noch, als sie unsanft geweckt wurden. Das Flusskreuzfahrtschiff "MS Anna Katharina" war am frühen Freitagmorgen in Wien gegen die Kaimauer und das Schleusentor geprallt. Das Schiff auf der Donau wurde am Bug beschädigt, schlug aber nicht leck.
Mehrere Passagiere leicht verletzt
14 Menschen seien leicht verletzt worden, sagte ein Sprecher der Berufsrettung. Sechs von ihnen seien ins Krankenhaus gekommen. Das Schiff war in Passau gestartet und auf siebentägiger Tour auf der Donau unterwegs. Die Betroffenen seien durch den Aufprall gegen Einrichtungsgegenstände geschleudert worden und hätten sich wohl Prellungen zugezogen, so der Sprecher.
Bug der "MS Anna Katharina" ist schwer beschädigt
Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass auch Personen über Bord gegangen waren, war am Freitagmorgen bei der Feuerwehr ein Großeinsatz ausgelöst worden. Die Einsatzkräfte suchten die Donau ab, zum Glück bestätigten sich die Befürchtungen nicht.
Bei den Verletzten handelt es sich meist um Deutsche. Sechs von ihnen wurden zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert, die Übrigen konnten ambulant versorgt werden. Die unverletzten Passagiere wurden auf ein anderes Schiff gebracht.
Ermittlungen zur Ursache dauern an
Der Bug des Kreuzfahrtschiffs wurde bei dem Unfall stark beschädigt, das Schiff konnte nicht weiterfahren. Auch die Schleusenkammer wurde beschädigt und muss noch untersucht werden. Sie soll bis Montag gesperrt bleiben. Der Schiffsverkehr wird über die zweite Kammer geführt. Die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls dauern an. Ob ein technischer Defekt oder ein Fahrfehler zu der Havarie führten, ist derzeit noch offen.
Mit Informationen von dpa
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