Ein Wolf steht im Wald (Symbolbild)
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Wird der Wolf zur Bedrohung? (Symbolbild)
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Niederbayern: Wölfe sorgen für Verunsicherung – Behörde beruhigt

Niederbayern: Wölfe sorgen für Verunsicherung – Behörde beruhigt

Mitte Februar wurde bei Haidmühle im Landkreis Freyung-Grafenau nahe eines Wohnhauses ein gerissenes Wildtier entdeckt. Der Jagdpächter vermutet einen Wolfsriss. Das sorgt für Verunsicherung in der Gemeinde – es ist nicht der erste Riss.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

Nach mehreren Wolfsrissen in Siedlungsnähe gibt das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) Entwarnung: Eine Gefahr für die Bevölkerung der Gemeinde Haidmühle im Landkreis Freyung-Grafenau bestehe nicht, heißt es auf Anfrage von BR24. Seit der Rückkehr der Tiere nach Bayern im Jahr 2006 habe es laut Behörde keinen Angriff auf Menschen gegeben.

Dritter Wolfsriss in der Nähe von Häusern?

Zuletzt war vor rund einer Woche in der Nähe eines Firmengeländes ein gerissenes Wildtier entdeckt worden. Ein Foto davon verbreitete sich in den sozialen Medien und sorgte unter Anwohnerinnen und Anwohnern für Diskussionen und Unruhe. Die über 160 Kommentare reichen von "Es reicht" über "Jetzt muss endlich was passieren" bis zu "Vorbei mit den schönen Wanderungen in Wald und Flur."

Der örtliche Jagdpächter berichtete, es handle sich bereits um den dritten Wolfsriss in unmittelbarer Nähe von Häusern. Ein vierter sei kürzlich auf einer Wiese festgestellt worden.

Untersuchungen zum jüngsten Fall dauern an

Das LfU teilt mit, dass der jüngste Fall vom 16. Februar von einem Mitglied des Netzwerks "Große Beutegreifer" dokumentiert wurde. Genetische Untersuchungen laufen, erste Ergebnisse werden frühestens Ende der Woche erwartet.

Zwei Wolfsrudel leben im Bayerischen Wald

Im benachbarten Territorium "Leopoldsreuter Wald" sind nach Daten des Landesamtes derzeit mindestens sechs Wölfe nachgewiesen, die in einem Rudel unterwegs sind. Im Bayerischen Wald leben laut der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) aktuell zwei Rudel. Die Bestände sind dynamisch. Die Wölfe pendeln häufig zwischen Bayern und Tschechien.

Unterdessen beschäftigt sich am Montag der Deutsche Bundestag in einer öffentlichen Anhörung mit der Frage, ob der Wolf künftig ins Jagdrecht aufgenommen und seine Bejagung erleichtert werden soll.

Redaktioneller Hinweis: Wir haben den Artikel nachträglich mit weiteren Informationen ergänzt.

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