Ein Reinigungsfahrzeug fährt das die Schienen ab
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Ein Reinigungsfahrzeug fährt das die Schienen ab
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Nürnberg: Aufwendige Reinigung nach Hitzeschaden bei Straßenbahn

Nürnberg: Aufwendige Reinigung nach Hitzeschaden bei Straßenbahn

Die Hitzewelle hat das gesamte Nürnberger Straßenbahnnetz für mehrere Tage lahmgelegt. Eine ölige Füllmasse im Gleisbett ist weich geworden und hat sich über die Räder verteilt. Nun muss der Schmutz erstmal weg, zum Einsatz kommt dabei Trockeneis.

Über dieses Thema berichtet: Abendschau am .

Durch die extreme Hitze ist in Nürnberg die Füllmasse zwischen Asphalt und Tram-Gleisen weich geworden. Wie Kaugummi klebt das sogenannte Bitumen an den Rädern der Straßenbahnen. Im Depot müssen Arbeiter die Fahrzeuge händisch von der klebrigen Masse befreien. Manche Räder sind so stark verschmutzt, dass sie blockierten, sagt Thomas Luber von der Verkehrs-Aktiengesellschaft VAG. Um die Bahnen wieder flottzukriegen, mussten die Räder ausgebaut werden.

Mit Trockeneisstrahler gegen Schmutz

Insgesamt 55 Straßenbahnen hat es erwischt. Sie stehen in der Werkstatt der VAG. Im Zweischichtbetrieb befreien zahlreiche Mitarbeiter und Helfer die Fahrzeuge nach und nach vom Schmutz. Zusätzlich hat der Verkehrsanbieter eine Firma beauftragt. Ausgerüstet mit Atem- und Gehörschutz bekämpfen die Männer in weißen Overalls besonders hartnäckige Verschmutzungen mit einem Trockeneisstrahler.

Mit hohem Druck wird das eiskalte Gemisch mit einem Strahler auf die verschmutzten Stellen geschossen. Ein angeschlossener Kompressor verschlingt dafür 20 Liter Diesel pro Stunde, sagt Matthias Franz, Inhaber der Reinigungsfirma Clean-Cool.

Mehrere 100.000 Euro Hitzeschaden

Draußen auf der Strecke sind Reinigungsfahrzeuge unterwegs. Stück für Stück befreien sie die Gleise von der öligen Flüssigkeit. Denn auf den verschmutzten Schienen versagen die Bremsen. Geschätzt mehrere 100.000 Euro kostet die VAG der Hitzeschaden. Lösungen für künftige Hitzewellen sind derzeit nur provisorisch.

Konrad Schmidt von der VAG ist Bereichsleiter für die Infrastruktur. Er schlägt vor, die Schienen zu bewässern und damit runterzukühlen. Zusätzlich sei geplant, Sand auf die Bitumenfugen zu streuen. Das soll verhindern, dass die Masse bei extremer Hitze weich wird und an den Rädern hängen bleibt.

Material muss Frost und extreme Hitze aushalten

Doch das sind Notlösungen. Denn bisher gibt es für Bestandsanlagen keine hitzebeständigere Füllmasse. Damit will sich Konrad Schmidt allerdings nicht zufriedengeben und sucht weiter nach einem geeigneten Fugenmaterial. Bis zum Winter müssen die entstandenen Lücken zwischen Asphalt und Schiene wieder gefüllt sein. Denn das Bitumen schützt bei Frost davor, dass Wasser eindringt und die Gleise beschädigt.

Wann Regelbetrieb wieder läuft, ist noch unklar

Am vergangenen Samstagabend hatte die VAG den Straßenbahnbetrieb eingestellt. Seitdem fahren keine Bahnen mehr und Menschen müssen auf Ersatzbusse umsteigen. Heute hat eine erste Testfahrt stattgefunden, wann allerdings der normale Betrieb wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit noch unklar.

Video: Die erste Testfahrt

Die erste Testfahrt
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Die erste Testfahrt

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