Ein Kiebitz ist auf der Nahrungssuche auf einem nassen Feld.
Ein Kiebitz ist auf der Nahrungssuche auf einem nassen Feld.
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Kiebitze lassen sich gern auf Ackerflächen und Wiesen nieder; und zwar überall dort, wo sich in Mulden nach Regenfällen Wasser sammelt.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Patrick Pleul
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Kiebitze lassen sich gern auf Ackerflächen und Wiesen nieder; und zwar überall dort, wo sich in Mulden nach Regenfällen Wasser sammelt.

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Oft schutzlos ausgeliefert: Wie jeder Wiesenbrütern helfen kann

Oft schutzlos ausgeliefert: Wie jeder Wiesenbrütern helfen kann

Ob Kiebitz, Brachvogel oder Bekassine: Wiesenbrüter sind gefährdet. Im Unterallgäu haben sich bereits Kiebitz-Brutpaare niedergelassen. Erholungssuchende können den Vögeln gefährlich werden. Was jeder tun kann, um die seltenen Tiere zu schützen.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Schwaben am .

Im Unterallgäu haben sich bereits einige Brutpaare des gefährdeten Kiebitzes niedergelassen. Erholungssuchende in der Natur sollten deshalb nun besonders achtsam sein, mahnt der Landesbund für Vogelschutz.

Worauf Erholungssuchende achten sollten

Radfahrer oder Spaziergänger sollten möglichst auf den Wegen bleiben, nicht übermäßig viel Lärm machen und wenn man einen Hund hat, diesen anleinen, sagt Josef Schlögel vom Landesbund für Vogelschutz.

Die Kiebitze finden sich laut des Vogelschützers heute oft in so genannten Ersatzlebensräumen. Da Feuchtgebiete, ihr ursprünglicher Lebensraum, selten geworden sind, lassen sich die Vögel auf Ackerflächen, Wiesen oder im Bereich von Kiesgruben nieder; und zwar überall dort, wo sich in Mulden nach Regenfällen Wasser und Feuchtigkeit sammeln, so Schlögel weiter. In diese Mulden führen die Kiebitze demnach ihre Jungen, die im Mai schlüpfen dürften, um zu trinken. Auch ihre Nahrung, etwa Insekten oder Würmer, finden sie dort.

Kiebitz-Eier könnten hier leicht einem Traktor zum Opfer fallen. Deshalb stecken Vogelschützer die Nester mit Stöcken in Signalfarben ab – die Landwirte erhalten Ausgleichszahlungen, wenn sie diese Flächen vorübergehend nicht nutzen.

Brachvögel sind besonders gefährdet

Die Höhere Naturschutzbehörde bei der Regierung von Schwaben in Augsburg führt seit über zehn Jahren spezielle Schutzmaßnahmen für Kiebitz und Brachvogel durch. Dort freut man sich über die Erfolge der vergangenen Jahre, "dass wir seit 2019 über 1.200 Kiebitz-Nester ausgesteckt haben und wirklich aktiv vor einer Zerstörung bewahren konnten, in Zusammenarbeit, wirklich sehr guter Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft", sagt Laura Leix von der Höheren Naturschutzbehörde.

Noch gefährdeter – und daher von besonderer Bedeutung im Schutzprogramm – ist der Brachvogel mit nur rund 50 Brutpaaren in Schwaben. Es geht vor allem darum, die Vögel beim Brüten nicht zu stören – individuell angepasst an das jeweilige Schutzgebiet, sagt Laura Leix. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Etwa eine Leinenpflicht für Hunde; Hinweise, auf den Wegen zu bleiben oder ein komplettes Betretungsverbot, "was aber wirklich nur in ganz sensiblen Bereichen gemacht wird", sagt Leix.

Bald werden im Unterallgäu die ersten Jungvögel schlüpfen. Durch die Schutzmaßnahmen ist es in den vergangenen Jahren immerhin gelungen, die Kiebitz-Bestände in Schwaben stabil zu halten.

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