Die Angeklagten im Münchner Gerichtssaal
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Nachdem ein Mann in einem Münchner Park lebensgefährlich verletzt worden ist, hat nun der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter begonnen.
Bildrechte: BR / Ramona Dinauer
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Nachdem ein Mann in einem Münchner Park lebensgefährlich verletzt worden ist, hat nun der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter begonnen.

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Prozessauftakt: Zivilcourage oder Streit zwischen Betrunkenen?

Prozessauftakt: Zivilcourage oder Streit zwischen Betrunkenen?

Er soll aus Zivilcourage einer Frau geholfen haben und dann selbst zum Opfer geworden sein. Nachdem ein Mann in einem Münchner Park lebensgefährlich verletzt worden ist, hat nun der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter begonnen.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

War es Zivilcourage oder ein Streit zwischen Betrunkenen? Dem geht derzeit das Landgericht München nach. Ein Mann, der aus Zivilcourage einer Frau geholfen haben soll, soll selbst zum Opfer geworden und von zwei Männern lebensgefährlich verletzt worden sein. Doch deren Version der Geschichte klingt ganz anders. Knapp ein Jahr nach dem Vorfall hat nun der Prozess am Landgericht München begonnen.

Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Raubs

Einem 51-jährigen im Kongo geborenen Deutschen und einem 38-jährigen Kosovaren werden unter anderem gefährliche Körperverletzung und schwerer Raub vorgeworfen. Im Juni des vergangenen Jahres hatten sich die beiden Angeklagten laut Staatsanwaltschaft abends mit einer bisher unbekannten Frau im Münchner Nußbaumpark aufgehalten. Es sei zum Streit gekommen, bei dem der 51-Jährige gegenüber der Frau handgreiflich geworden sei.

Ein 48-Jähriger habe die Situation auf dem Nachhauseweg von einem Biergartenbesuch beobachtet und gerufen: "Hey, man schlägt doch keine Frau!" Daraufhin habe ihm der 51-jährige Angeklagte mit der Faust ins Gesicht geschlagen, so die Staatsanwaltschaft. Der 48-Jährige habe zurückgeschlagen, worauf ihn die beiden Angeklagten mit Tritten und Schlägen misshandelt haben sollen. Anschließend haben sie ihm laut Anklage Handy, Bankkarte, Armbanduhr und Schlüssel aus den Hosentaschen gestohlen.

Streit zwischen Betrunkenen?

Der 51-Jährige schildert den Tathergang gänzlich anders: Ihm zufolge sollen alle drei Männer zusammen getrunken haben. Dabei sei es zu einem Streit gekommen. Die Frau habe nichts mit dem Streit zu tun gehabt, sie sei nur kurz vorbeigekommen. Laut dem Angeklagten wurde er selbst von dem 48-Jährigen mit einer Bierflasche bedroht. Deshalb habe er den anderen zu Boden gebracht und geschlagen. Seinen Mitangeklagten entlastet er. Dieser habe nur den Streit schlichten wollen. Den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, sein Opfer bestohlen zu haben, weist der 51-Jährige zurück.

Opfer schwer verletzt

Durch die Auseinandersetzung erlitt der 48-Jährige schwere Verletzungen. Nachdem die Polizei eingetroffen war, sollen sich die beiden Angeklagten verbal aggressiv gezeigt haben. Der 51-Jährige habe sich gegen die Fixierung mehrerer Beamter gewehrt, so die Staatsanwaltschaft. Diese hätten ihn nur unter massivem Aufwand zu Boden bringen können.

Urteil wohl Mitte Juni

Neben schwerer Körperverletzung werden dem 51-Jährigen Bedrohung, schwerer Raub, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, vorsätzliche Körperverletzung und Beleidigung vorgeworfen. Dem 38-jährigen zweiten Angeklagten werden gefährliche Körperverletzung und schwerer Raub zur Last gelegt. Beide sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Das Urteil könnte es Mitte Juni geben.

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