Ein Schild mit der Aufschrift "Rauchfreier Bereich".
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Direkt am Beckenrand ist das Rauchen im Münchner Prinzregentenbad untersagt.
Bildrechte: BR / Sandra Demmelhuber
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Direkt am Beckenrand ist das Rauchen im Münchner Prinzregentenbad untersagt.

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Rauchfrei im Freibad – ein Modell auch für Bayern?

Rauchfrei im Freibad – ein Modell auch für Bayern?

Baden-Württemberg hat Anfang Juni das Rauchverbot massiv ausgeweitet. Zigaretten oder Shishas sind nun an vielen öffentlichen Orten im Freien verboten, auch in Freibädern. Wären rauchfreie Bäder auch eine Idee für den Freistaat?

Über dieses Thema berichtet: Abendschau - Der Süden am .

Im Münchner Prinzregentenbad gilt der Grundsatz: "Leben und leben lassen". Auch beim Thema Rauchen. Im Kinderbereich und rund um die Beckenränder sind Kippen verboten. Dort stehen auch einige "Rauchfreier-Bereich"-Schilder. Auf den großflächigen Liegewiesen hingegen ist es fast überall erlaubt.

Immerhin: Nirgendwo im Gras liegt auch nur ein einziger Zigarettenstummel. Denn jeden Morgen sammeln die Reinigungskräfte die Kippen und anderen Unrat auf. Und in den Aschenbechern liegen auch nur ein paar Zigaretten.

"Baden gehen soll Genuss sein"

Sollte es bei uns auch ein strengeres Nichtrauchergesetz wie in Baden-Württemberg geben? Eine junge Frau mit Kinderwagen wäre sofort dafür. "Ich finde, dass man das Rauchen in Freibädern grundsätzlich verbieten sollte. Ich bin auch strikter Nichtraucher", sagt sie.

Ein älterer Stammgast des Prinzregentenbades hingegen sieht es nicht ganz so streng: "Baden gehen soll ein Genuss sein. Eis essen oder Pommes und Cola und Rauchen eben auch irgendwie. Nur, ich würde die Grenzen klarer ziehen. Ideal fände ich es, wenn es da wirklich einen Bereich gäbe, der klarer eingegrenzt ist. Am Kiosk beispielsweise".

Schlossbad Heroldsberg: Fast rauchfreies Freibad

Genau so ist es im mittelfränkischen Schlossbad Heroldsberg geregelt. Es ist eines der wenigen (fast) rauchfreien Bäder in Bayern.

Gequalmt werden darf hier nur am Kiosk. Und auch nur in einem bestimmten Bereich ganz hinten. Die Tische und Stühle haben da auch eine andere Farbe, sodass es ganz klar voneinander abgegrenzt ist. Und am Eingang liegen Flyer, die die Besucher gleich auf die Regelung hinweisen.

Die Marktgemeinde Heroldsberg hat diesen Nichtraucherschutz schon vor sechs Jahren eingeführt, erklärt die Betriebsleiterin des Schlossbades, Karoline Holmer. Und das komme insgesamt gut an: "Der große Teil macht das gerne und sie freuen sich, dass wir rauchfrei sind. Das sind halt meistens die Leute mit Kindern, die sagen: 'Brauche ich mich nicht drum kümmern'. Aber selbst die Raucher akzeptieren es dann, wenn man es vernünftig erklärt", berichtet sie.

Im Video: Rauchen im Freibad – Muss das sein?

Im Video: Rauchfreie Freibäder: Auch ein Modell für Bayern?
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Im Video: Rauchfreie Freibäder: Auch ein Modell für Bayern?

Ob und wo in Freibädern geraucht werden darf, entscheidet in Bayern jede Kommune oder jeder Badbetreiber selbst. Daran will der Freistaat auch nichts ändern, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums auf BR-Anfrage mitteilt: "Nach derzeitigem Stand ist ein Rauchverbot in Freibädern in Bayern nicht geplant. Nach wissenschaftlicher Einschätzung ist die gesundheitliche Belastung durch Passivrauchen im Freien meist gering, weil sich der Rauch schnell verflüchtigt", so das Ministerium.

Nichtraucher-Lobby fordert mehr Schutz für Kinder oder Kranke    

Die Nichtraucher-Lobby "Pro Rauchfrei e.V." mit Sitz im niederbayerischen Grafling widerspricht dieser Einschätzung und fordert strengere Regeln im öffentlichen Raum: "Das gilt für Freibäder genauso wie für Freizeit- und Erlebnisparks, Zoos, aber auch Sportstätten, Märkte und Volksfeste. Darüber hinaus finden wir Nichtraucherschutz für alle Bürger und besonders die vulnerablen Gruppen, wie chronisch Kranke, Asthmatiker und Allergiker wichtig", sagt dazu der Vorstand Stephan Weinberger.

Rauchen im Kinderbereich oder am Beckenrand fast überall untersagt

Bei einer stichprobenhaften BR-Umfrage in beiden Bädern zeigt sich, dass die meisten Badegäste es begrüßen würden, wenn die Bereiche für Raucherinnen und Raucher klarer abgegrenzt oder nur auf einen kleinen Teil des Bades beschränkt wären: "Mich stört‘s auch aus gesundheitlichen Gründen. Auch in der Öffentlichkeit, also draußen, wenn der Wind weht und jemand raucht. Mich beeinträchtigt’s trotzdem und deswegen finde ich’s gut", sagt etwa eine Schwimmerin im fast rauchfreien Schlossbad Heroldsberg.

Andere finden es gut, dass darüber in Bayern jede Kommune oder jeder Badbetreiber selbst frei entscheiden kann, und wünschen sich nicht noch mehr Gesetze und Regeln. Schon jetzt ist aber das Rauchen im Kinderbereich oder direkt am Beckenrand in fast allen bayerischen Freibädern untersagt.

BR24 auf TikTok: Rauchen im Freibad: Muss das sein?

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