Ein Batteriespeicher mit mehreren Zellen, wie er nun auch bei Ansbach entsteht.
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Neuer Batteriespeicher bei Ansbach geplant
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Riesiger Batteriespeicher bei Ansbach: Hoffnung fürs Stromnetz?

Riesiger Batteriespeicher bei Ansbach: Hoffnung fürs Stromnetz?

In Winterschneidbach bei Ansbach entsteht Deutschlands größter netzdienlicher Batteriespeicher. Er soll überschüssigen Solarstrom aufnehmen und das Stromnetz entlasten. Doch kann der Mega-Akku die Energiewende entscheidend voranbringen?

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

Hier soll Zukunft gespeichert werden: In Winterschneidbach, in der Nähe von Ansbach, entsteht schon bald Deutschlands größter netzdienlicher Batteriespeicher. Das soll ein Meilenstein für die Energiewende sein. Doch was kann er wirklich?

Nürnberg 19 Minuten nur mit diesem Batteriespeicher versorgen

Mit einer Leistung von 20 Megawatt (MW) und einer Speicherkapazität von 100 Megawattstunden (MWh) ist der Batteriespeicher der größte netzdienliche Speicher Deutschlands. "Das bedeutet, dass in etwa die Stadt Nürnberg mit ja schon sehr vielen Einwohnern 19 Minuten versorgt werden kann aus diesem Batteriespeicher. Das ist eine Hausnummer", sagt Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) beim offiziellen Spatenstich.

Bisheriges Problem: Abregelung von PV-Anlagen

Das Problem bisher: Viele Batteriespeicher orientieren sich am Strompreis. Sie laden, wenn Strom günstig ist und geben ihn zurück ins Netz, wenn er teuer ist. Das Netz wird dadurch wenig entlastet. Das muss es aber: Denn an sonnigen Tagen gibt es oft mehr Solarstrom, als verbraucht oder transportiert werden kann. Deshalb müssen Photovoltaik-Anlagen teilweise abgeregelt werden.

Dieser Batteriespeicher soll anders arbeiten

Dieser Speicher, direkt neben einem Umspannwerk, soll anders arbeiten und sich an den tatsächlichen Anforderungen des Stromnetzes orientieren, also Schwankungen ausgleichen: "Dieser Batteriespeicher verhält sich netzdienlich. Das heißt, er unterstützt das Netz bei der Aufnahme erneuerbarer Energien und das unterscheidet ihn einfach von anderen Speichern, die tatsächlich mehr ihren eigenen Interessen folgen und sich eher an den Börsenpreisen orientieren und dann natürlich Geld verdienen wollen", erklärt Kerstin Fröhlich, Geschäftsführerin der N-ERGIE Netz GmbH.

Weitere Batteriespeicher dieser Art nicht geplant

Doch warum greift man erst jetzt zu dieser Art von Batteriespeichern? Eine neue Regelung im Energiewirtschaftsgesetz, kurz EnWg, macht es möglich. "Die Möglichkeit ist tatsächlich noch nicht so lange in der EnWg verankert", erklärt Fröhlich. Ob in Zukunft mehr solcher Anlagen folgen? "Geplant sind noch keine. Wir haben uns bewusst dazu entschieden zu sagen: Wir haben jetzt die erste Ausschreibung. Wir lernen natürlich auch mit der Ausschreibung, genau wie mit dem ersten Speicherbetrieb."

Hinkt Deutschland im Netzausbau hinterher?

Trotzdem hat auch dieser Speicher seine Grenzen: Ist zu viel Strom im Netz und die Batterie voll, müssen Photovoltaik-Anlagen weiterhin abgeregelt werden. Auch der Netzausbau bleibt deshalb wichtig. Dazu antwortet der Bundesrechnungshof auf BR24-Anfrage und bleibt bei seiner bisherigen Einschätzung: "Der Ausbau des Übertragungsnetzes [liegt] weit hinter den Zielen. Von den gesetzlich vorgesehenen neuen Leitungen waren zu diesem Stichtag [Anm. d. Red.: 31. März 2026] erst 17 Prozent vollständig in Betrieb."

Im Frühjahr 2027 soll der größte netzdienliche Batteriespeicher Deutschlands seinen Betrieb aufnehmen – ein wichtiger Baustein der Energiewende. Getan ist es damit aber noch nicht.

Der Spatenstich mit den Verantwortlichen.
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Spatenstich für Deutschlands größten netzdienlichen Energiespeicher.

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