(Symbolbild) Ein offenes Federmäppchen liegt auf einem Tisch.
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Das zweite Jahr in Folge ist ein bayernweiter Test für etwa 37.000 Zehntklässler abgesagt worden, weil die Aufgaben vorzeitig bekannt wurden.
Bildrechte: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON
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Schon wieder Aufgaben durchgesickert: Bayernweiter Test abgesagt

Schon wieder Aufgaben durchgesickert: Bayernweiter Test abgesagt

Im vorigen Jahr Englisch, jetzt Mathematik: Das zweite Jahr in Folge ist ein bayernweiter Test für etwa 37.000 Zehntklässler an Gymnasien abgesagt worden, weil die Aufgaben vorzeitig bekannt wurden. Das Ministerium will den Vorfall "intensiv prüfen".

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Es ist für mehrere hunderttausend Schülerinnen und Schüler in Bayern die erste große Herausforderung des jungen Schuljahres: An Gymnasien, Real- und Mittelschulen schreiben Kinder und Jugendliche bestimmter Klassen landesweit einheitliche Jahrgangsstufentests in Kernfächern wie Deutsch, Mathematik, Englisch oder Latein. Die rund 37.000 Zehntklässler an bayerischen Gymnasien brachten am Dienstag einen benoteten Englisch-Test hinter sich, an diesem Donnerstag sollte Mathematik folgen.

Allerdings sei die Aufgabenstellung "in Folge eines Versehens an einer einzelnen Schule vorzeitig bekannt geworden", teilt das Kultusministerium dem BR mit. "Da eine Gleichbehandlung der Schülerinnen und Schüler im vorliegenden Fall nicht mehr sichergestellt war, ist es im Schuljahr 2026/27 bedauerlicherweise nicht möglich, dass dieser Jahrgangsstufentest benotet wird."

Aufgaben kursierten unter Schülerinnen und Schülern

Auf welche Art und Weise die Aufgaben vorab bekannt wurden, teilte das Ministerium nicht mit. Auch den Namen der Schule nannte es nicht. Fakt ist: Aufgaben des Jahrgangsstufentests samt Lösungen wurden bereits am Mittwochabend auf Plattformen wie TikTok sowie in Klassenchats verbreitet, wie der BR aus mehreren Quellen erfuhr.

Nachgeholt wird der Test dem Ministerium zufolge nicht. Stattdessen sei den Schulen empfohlen worden, das Testmaterial für eine "unbenotete, schulinterne Lernstandserhebung zu verwenden, um daraus mögliche Ansatzpunkte für Schwerpunktsetzungen im Unterricht bzw. für die individuelle Förderung zu gewinnen". Die Ergebnisse werden im Gegensatz zum üblichen Vorgehen bei Jahrgangsstufentests dem Kultusministerium dieses Mal nicht übermittelt.

Ähnlicher Vorfall 2025: "Umso bedauerlicher"

Erst im vergangenen Jahr hatte das Ministerium den Jahrgangsstufentest Englisch für Zehntklässler an Gymnasien kurzfristig absagen müssen. Die Aufgaben waren ebenfalls versehentlich an einer Schule bekannt geworden.

"Es ist richtig, dass sich ein ähnlicher Vorfall vor einem Jahr im Vorfeld der Jahrgangsstufentests im Fach Englisch ereignete", heißt es dazu vom Kultusministerium. Daraufhin seien die Schulen "noch einmal eindringlich" in einem Schreiben auf die Notwendigkeit der "sicheren Verwahrung und Geheimhaltung" der Aufgaben hingewiesen worden, die zentral für ganz Bayern gestellt werden. "Umso bedauerlicher ist dieser erneute Vorfall, den wir intensiv prüfen werden."

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