15.07.2026, Bayern, Würzburg: Von der Spurensicherung der Polizei markiert ist ein Einschussloch am Fenster eines Mehrfamilienhauses. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Nach Schüssen auf Haus in Würzburg
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Schüsse in Würzburg: Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Schüsse in Würzburg: Ermittlungen wegen versuchten Mordes

In Würzburg fallen Schüsse. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz, Anwohner sind verunsichert. Niemand wird verletzt, die Polizei spricht von einer "Beziehungstat". Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Mainfranken am .

"Wir haben sogar überlegt, ob wir unser Kind in den Kindergarten bringen", sagt eine Mutter im Gespräch mit BR24. Denn: Der Tatverdächtige, der gestern auf ein Haus in Würzburg geschossen hat, ist immer noch nicht gefasst und womöglich mit einer Waffe unterwegs. Viele Eltern im Stadtteil Unterdürrbach haben die Situation heute Morgen als beängstigend empfunden, sie waren verunsichert. Eine andere Mutter fügt hinzu: "Als bekannt wurde, dass es wahrscheinlich eine Beziehungstat sein könnte, war ich nicht mehr so besorgt." Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes.

Tatverdächtiger weiter auf der Flucht

Die Polizei sucht noch immer nach dem Tatverdächtigen, der gestern Abend mehrmals auf ein Wohnhaus im Würzburger Stadtteil Unterdürrbach geschossen haben soll. Verletzt oder getötet wurde niemand. Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften aus ganz Unterfranken vor Ort und hat den Mann trotz großangelegter Suche noch nicht gefunden. Die Fahndung laufe weiter, die kriminalpolizeilichen Ermittlungen ebenso, teilt ein Sprecher der Polizei Unterfranken BR24 heute mit.

Polizei spricht von "Beziehungstat"

Die Polizei hat den Vorfall noch in der Nacht als mögliche "Beziehungstat" bezeichnet. Genaue Details kann die Polizei bislang nicht nennen. Sie schließt aber aus, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses in diese "Vorbeziehung", wie die Polizei es nennt, involviert waren. "Die Ermittler gehen aktuell davon aus, dass der Täter eine Vorbeziehung hat, zu einer anderen Person oder zu dem Gebäude. Das müssen die Ermittlungen zeigen", so Polizeisprecher Florian Leimbach. Zur Identität des Mannes habe die Polizei keine Informationen.

Polizei begründet Vorgehen

Die Polizei war am Abend und in der Nacht mit zahlreichen Einsatzkräfte aus ganz Unterfranken und der Bereitschaftspolizei vor Ort. Mit Spürhunden, Drohnen und Polizeihubschraubern haben die Beamten und Beamtinnen in ganz Würzburg nach dem Tatverdächtigen gesucht. Dieses Großaufgebot der Polizei begründet Leimbach wie folgt: "Es ist nie übertrieben, für die Sicherheit der Menschen einzustehen. Und es ist nie übertrieben, alles, was ich an Möglichkeiten habe, aufzubieten, um eine Gefahr für die Bevölkerung abzuwenden." Zum Einsatzbeginn sei eine Gefahr für die Bevölkerung laut Leimbach nicht auszuschließen gewesen. "Die Kollegen haben sehr gute Arbeit gemacht."

Mann feuert Schüsse auf ein Wohnhaus ab

Der Mann soll Schüsse auf eine Hausfassade und in die Luft abgegeben haben. Von Schüssen auf Personen ist bis jetzt nichts bekannt. Der Flüchtige hatte zum Tatzeitpunkt laut Polizei eine schwarze Jacke mit Kapuze an, eine weiße Hose und eine Sonnenbrille. Und möglicherweise hat er immer noch eine Schusswaffe dabei. Menschen, die vor Ort waren, haben gegen 20.20 Uhr den Notruf abgesetzt und von mehreren Schüssen mit einer Handfeuerwaffe berichtet. Die Polizei bittet um Hinweise.

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