Kühe stehen auf einer ausgetrockneten Weide.
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Shamonda-Virus breitet sich in Bayerns Ställen aus

Shamonda-Virus breitet sich in Bayerns Ställen aus

Das von einer Stechmücke übertragene Shamonda-Virus sorgt bei Kühen und Schafen für Fieber, Durchfall und weniger Milchleistung. Unklar ist, welche Folgen für trächtige Tiere bestehen. Menschen wurden bisher nicht infiziert.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Das Shamonda-Virus breitet sich von Westen her in Bayern aus. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)[externer Link] meldet bestätigte Fälle bei Kühen und Schafen aus nahezu allen Regionen Bayerns.

Die Krankheit wird über Gnitzen übertragen, also über Stechmücken. Erkrankte Tiere haben Fieber, Durchfall und geben weniger Milch. Einige Landwirte berichten, dass sie das Virus zunächst für eine Euter-Infektion hielten. Manchmal war der Verdacht auch, dass die Tiere unter der Hitze litten. Mittlerweile wissen Betriebe, Tierärztinnen und Tierärzte Bescheid und ziehen das Shamonda-Virus schon früh in Betracht.

Möglicherweise gefährlich für Kälber und Lämmer

Tests können durchgeführt werden, beim LGL läuft ein Monitoring. Allerdings handelt es sich nicht um eine meldepflichtige Krankheit. Viele Landwirte lassen ihre Tiere gar nicht testen, da es außer fiebersenkenden Mitteln aktuell keine Behandlungsmöglichkeiten gibt und es den Tieren meistens nach wenigen Tagen wieder gut geht.

Allerdings ist noch unklar, was die Krankheit für trächtige Tiere bedeutet. Das Shamonda-Virus ist dem Schmallenberg-Virus ähnlich, welches Fehlgeburten und Missbildungen bei Kälbern und auch Lämmern auslöst.

Viele Landwirte versuchen, die Tiere mit Repellentien (Vergrämungsmittel) gegen die Gnitzen zu schützen – manche Landwirte berichten aber, dass die Mittel aktuell schwer zu bekommen seien.

Keine Gefahr für den Menschen

Nach Angaben des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI), dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit [externer Link], gibt es bisher keinen Nachweis darüber, dass Menschen mit dem Shamonda-Virus infiziert wurden.

Das Shamonda-Virus wurde laut FLI erstmals in den 1960er Jahren in Nigeria nachgewiesen, danach vereinzelt im westlichen, südlichen und östlichen Afrika, außerdem in Japan. Im Sommer 2026 wurden erstmals Infektionen in Mitteleuropa festgestellt. Bisher betroffen sind die Schweiz, Frankreich und Deutschland.

Im Video: Shamonda-Virus breitet sich in Bayerns Ställen aus

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