Mit dem letzten Schultag heute starten die Sommerferien in Bayern. In Baden-Württemberg haben diese bereits gestern begonnen. Erwartungsgemäß machen sich viele Familien direkt in den Urlaub auf und werden wie schon im Vorjahr für das wohl verkehrsreichste Wochenende in Bayern sorgen.
Welche Reiseländer sind besonders beliebt? Und wie gefragt ist der Freistaat selbst als Urlaubsziel? BR24 sprach mit dem Präsidenten des Deutschen Reiseverbandes, Albin Loidl, dem BR-Journalisten Jörn Sawatzki und Karsten Schwanke vom ARD-Wetterkompetenzzentrum. Das Video finden Sie oben eingebettet über dem Artikel.
So müssen Verkehrsteilnehmer bereits am Nachmittag mit der ersten größeren Reisewelle Richtung Süden rechnen. Die zweite große Welle wird ab den frühen Morgenstunden des Samstags erwartet. Wer nicht unbedingt mit Ende der Schulferien in den Urlaub starten muss, sollte eher den Montag oder Dienstag in Betracht ziehen.
Hier verlaufen die Haupt-Reiserouten
Besonders in Richtung Süden müssen Autofahrer mit den meisten Staus und Behinderungen rechnen. Dann, wenn es für den Großteil der Deutschen nach Italien und Kroatien geht: Beide Länder gehören nämlich immer noch zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen.
Für alle, die also mit dem Auto in den Urlaub fahren, bedeutet das, dass die A8 München – Salzburg, die A93 Inntaldreieck – Kiefersfelden – und von Norden kommend die A9 Nürnberg – München zu den Stau-Hotspots zählen werden. Hoch dürfte die Staugefahr auch auf der A3 zwischen Kreuz Regensburg und Passau und der A7 von Ulm in Richtung Füssen/Reutte sein.
Auf der A8 München Richtung Salzburg, die als Transitstrecke über die Tauernautobahn nach Kroatien führt, und auf der Brennerroute (A13) Richtung Italien mit der Großbaustelle an der Luegbrücke, werden Autofahrer am meisten Geduld mitbringen müssen – auch wenn dort bis Ende September in beiden Richtungen je zwei Spuren frei sind und an den Samstagen zusätzlich ein Lkw-Fahrverbot gilt.
Zum Video: Start in die Ferienzeit
Volle Autobahnen werden zum Ferienstart erwartet.
Nadelöhr Karawankentunnel
Auf dem Weg über Slowenien nach Kroatien wird die Reise kaum ohne längere Staus und Behinderungen laufen: Nach mehr als sieben Jahren Bauzeit ist die komplett neu gebaute zweite Tunnelröhre im Karawankentunnel zwar fertig und im März dieses Jahres eröffnet worden. Allerdings ist seit April die alte, bestehende Röhre für eine dreijährige Generalsanierung komplett gesperrt.
Das bedeutet, dass der gesamte Verkehr durch die neue Röhre fließt und so für beide Fahrtrichtungen nur eine Fahrspur zur Verfügung steht.
Umfahren verboten! Abfahrtsverbote in Österreich und Bayern
Wichtig für alle Autofahrer, deren Weg an einem Samstag durch Österreich führt: Wer kein regionales Ziel hat, darf bei Stau die Inntalautobahn (A12), die Brennerautobahn (A13) und die Tauernautobahn nicht verlassen.
Dasselbe gilt für die Fernpass-Route (B179) in Tirol. Diese ist zudem am Samstag in Österreich Richtung Süden zwischen Reutte und Nassereith wegen einer Demonstration von 9.45 bis 12 Uhr komplett gesperrt. Hier kann nur großräumig umfahren werden: entweder über die A14 und dann durch den Arlbergtunnel oder über Kufstein und die A12.
Entlang der A8 und der A93 gelten in den oberbayerischen Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach Durchfahrtsverbote. Reisende dürfen also nicht durch die anliegenden Gemeinden über Land den Stau umfahren.
Neu seit diesem Jahr ist das Verbot auf der A7 im Ostallgäu und der B2 sowie der B23 im Raum Garmisch-Partenkirchen.
Mit den Abfahrtsverboten, die an verkehrsreichen, stauträchtigen Wochenenden und an Feiertagen gelten, sollen Anwohner vor dem starken Reiseverkehr geschützt werden. Wer trotzdem abfährt und erwischt wird, wird zurückgeschickt und muss mit Bußgeldern rechnen
Wo Baustellen den Reiseverkehr ausbremsen können
Zahlreiche Baustellen in Bayern werden neben dem zu erwartenden Reiseverkehr zusätzliche Staufallen. Zu den größten und stauträchtigsten Großbaustellen zählen:
- Die A3 zwischen Biebelried und Fürth/Erlangen. Der rund 76 Kilometer lange Abschnitt wurde von vier auf sechs Fahrstreifen ausgebaut und die letzten Bauarbeiten befinden sich in der Schlussphase und werden schrittweise fertiggestellt.
- Die A9 Nürnberg Richtung München zwischen Hilpoltstein und Greding mit dem Baustellenabschnitt beim Kindinger Berg sowie zwischen Denkendorf und Ingolstadt-Nord.
- Und die A8 München Richtung Salzburg, die mit Brückenarbeiten bei Frasdorf regelmäßig für Probleme sorgt.
Pendler und speziell der Berufsverkehr rund um München, sowie die Baustellen auf der A99 Ostumfahrung bei Haar und auf der A995 bei Taufkirchen-West bremsen Reisende Richtung Süden zusätzlich regelmäßig aus.
Ferienbeginn in Bayern - Dichter Verkehr in Richtung Süden - wie hier auf der A 8 am Irschenberg aber keine Staus
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