Symbolbild: Gesuch für ein WG-Zimmer
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Bildrechte: picture alliance/dpa | Holger Hollemann
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Studenten-Zimmer: So hoch sind die Preise in München

Studenten-Zimmer: So hoch sind die Preise in München

Wohnen für Studierende bleibt sehr teuer. Spitzenreiter in Deutschland ist nach dem Studentenwohnreport 2026 München. Nach der Muster-Berechnung kommt ein 20-Quadratmeter-WG-Zimmer auf 850 Euro. Die regionalen Unterschiede in Deutschland sind groß.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Wohnen ist für Studierende nirgendwo in Deutschland so teuer wie in München. Das geht aus dem Studentenwohnreport 2026 des Finanzdienstleisters MLP und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor.

Hypothetisches WG-Zimmer in München rund 850 Euro

Ein hypothetisches WG-Zimmer kostet demnach in München monatlich rund 850 Euro. Dabei sind die regionalen Unterschiede groß. Am günstigsten ist es mit rund 220 Euro in Chemnitz.

Noch etwas teurer kommt eine studentische Musterwohnung mit 30 Quadratmetern: rund 880 Euro warm in München, gefolgt von Berlin, Frankfurt und Köln sowie Hamburg und Heidelberg mit etwa 700 bis 720 Euro. Am günstigsten wiederum ist Chemnitz mit rund 280 Euro.

Neben Ostdeutschland nennt Michael Voigtländer, Immobilienökonom am Institut für Deutsche Wirtschaft in Köln, auch Saarbrücken und das Ruhrgebiet als Gegenden mit günstigem Wohnraum für Studierende.

Muster-WG-Zimmer in Würzburg für 548 Euro

Teuer bleibt es auch an weiteren bayerischen Hochschulstandorten: In Würzburg werden für die Musterwohnung 620 Euro fällig, ein WG-Zimmer gibt es für 548 Euro. Regensburg ist mit 584 beziehungsweise 512 Euro dabei, etwas günstiger ist Nürnberg mit 556 beziehungsweise 509 Euro.

Dabei legte der Studentenwohnpreisindex in München auf sehr hohem Niveau mit 1,8 Prozent am wenigsten zu. In Würzburg stieg er binnen Jahresfrist um 3,2 Prozent, in Regensburg um 3,0 Prozent und in Nürnberg um 2,8 Prozent.

Die Mieten in dem Report sind qualitätsbereinigt, also Faktoren wie Baujahr oder Ausstattung rechnerisch berücksichtigt. Untersucht wurde die Preisentwicklung bei kleinen Wohnungen, WG-Zimmern und möblierten Wohnungen auf Zeit an 38 Hochschulstandorten in Deutschland.

54 Prozent des Haushaltseinkommens fürs Wohnen

Durchschnittlich rund 54 Prozent ihres verfügbaren Haushaltseinkommens geben Studierende mit eigener Haushaltsführung fürs Wohnen aus. Dies zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2025. Der Anteil, den das Zuhause kostet, liegt damit für Studierende mehr als doppelt so hoch wie bei der Gesamtbevölkerung.

Die BAföG-Wohnkostenpauschale von 380 Euro im Monat deckt die Kosten für die Warmmiete einer 30-Quadratmeter-Wohnung lediglich im sächsischen Chemnitz.

Trotz Bautätigkeit bleibt Wohnraum knapp

Erstmals untersuchte der MLP-Studentenwohnreport die Bautätigkeit an den 38 Hochschulstandorten. Zwar werde an beliebten Hochschulstandorten weiterhin überdurchschnittlich viel gebaut. Vielerorts reiche dies trotzdem nicht aus, um die Wohnraumknappheit abzuschwächen. "Gleichzeitig hat die Bautätigkeit in den letzten Jahren an rund zwei Dritteln der untersuchten Standorte nachgelassen – mitunter auch deutlich", heißt es in dem Report. Die Folgen der seit 2022 eingebrochenen Baugenehmigungen würden zunehmend sichtbar. Es spreche vieles dafür, dass das Wohnungsangebot auch künftig nicht mit der Nachfrage Schritt halten könne.

Mit Informationen von epd und dpa

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