(Archivbild) Beim Tag der offenen Moschee vergangenes Jahr sprach auch der evangelische Regionalbischof Thomas Prieto Peral.
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(Archivbild) Beim Tag der offenen Moschee vergangenes Jahr sprach auch der evangelische Regionalbischof Thomas Prieto Peral.
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(Archivbild) Beim Tag der offenen Moschee vergangenes Jahr sprach auch der evangelische Regionalbischof Thomas Prieto Peral.

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Tag der offenen Moschee findet zum 30. Mal statt

Tag der offenen Moschee findet zum 30. Mal statt

Zum 30. Mal findet der Tag der offenen Moschee statt. In über 1.000 Gemeinden in Deutschland finden Führungen statt und es gibt traditionelle Spezialitäten. Der Tag soll helfen, Vorurteile abzubauen und Kontakte zu knüpfen.

Über dieses Thema berichtet: Abendschau am .

Mehr als 1.000 Moscheen öffnen am Samstag wieder ihre Türen. Am Tag der offenen Moschee finden auch in Bayern in vielen muslimischen Gemeinden Führungen durch das Gotteshaus statt und die Gäste werden mit traditionellen Spezialitäten verköstigt. Der Tag der offenen Moschee jährt sich dieses Jahr zum 30. Mal. Der Zentralrat der Muslime rief das Projekt 1997 ins Leben.

Besucher kommen auch aus Neugier

In der türkisch-islamischen Gemeinde in München-Pasing laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: In der Küche werden Makrelen gewaschen, die es am Samstag als Steckerfisch gibt. Der Fisch sei bei Besuchern sehr beliebt, sagt der Vorsitzende der Moschee, Dursun Tosun. Der Muslim weiß, viele Besucher kommen aus Neugier: "Die Leute, die die Moschee besuchen, kommen nicht nur, um Wissen zu erwerben, sondern auch für Leib und Seele. Und wenn der Steckerlfisch hier in Deutschland sehr beliebt ist, machen wir das."

Im großen Gebetsraum saugt eine Frau noch schnell den Teppichboden. Hier erwartet die Gemeinde am Wochenende rund 200 Gäste zu den Moscheeführungen. Die Pasinger Moschee gehört zum Dachverband der türkisch-islamischen Gemeinden in Deutschland Ditib – die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion. Im Halbstundentakt werden die Besucher am Samstag durch das Gotteshaus geführt.

Dafür Freiwillige in den eigenen Reihen zu finden, war im Vorfeld die schwierigste Aufgabe, erzählt der Vorsitzende: "Das Problem ist, dass alle ehrenamtlich tätig sind und sie wenig Zeit haben, leider Gottes. Und das Organisieren, dass man dafür Leute zur richtigen Zeit hat, das ist das Hauptproblem. Aber sonst läuft alles so, wie man möchte." Doch auch dieses Problem haben sie rechtzeitig gelöst: Aus der Ditib-Jugend haben viele eine kleine Ausbildung zum Moscheeführer absolviert.

Tag soll zeigen, wie Muslime leben

Zum 30. Mal findet zeitgleich zum Tag der Deutschen Einheit bundesweit der Tag der offenen Moschee statt. Das Ziel: Begegnung und Austausch zwischen den Religionen fördern und Vorurteile abbauen. "Diese Vorurteile, dass Islam gleich Terror ist, aber das ist nicht wahr. Und das macht den Tag der offenen Moschee aus, wo man die Bedenken, die Menschen jetzt noch haben, abbaut und sagt: 'Kommt rein, seht zu, wie Muslime leben'", sagt Moschee-Vorsteher Tosun.

In Pasing hat man 1999 erstmals zum Tag der offenen Moschee eingeladen, erinnert er sich: "Am Anfang war das Interesse gering. Aber es wurden immer mehr Leute neugierig, weil die wissen wollten, was eigentlich in der Moschee läuft. Manche sind auch sehr, sehr vorsichtig, stehen vor der Tür: 'Darf ich mal rein?' Wir sagen einfach: 'Das ist Gottes Haus, jederzeit seid ihr eingeladen.'"

Tag der offenen Moschee fördert interreligiösen Dialog

Auch kommunale Politiker und Vertreter der beiden großen Kirchen werden laut Dursun Tosun am 3. Oktober in der Moschee erwartet. Das Miteinander von Muslimen, anderen Religionen und der Politik sei in Pasing gut.

Das Bayerische Innenministerium sieht im Tag der offenen Moschee einen wichtigen Beitrag zum interreligiösen Dialog. "Es ist immer besser, miteinander statt übereinander zu sprechen. Denn oft ist es das fehlende Wissen über andere Kulturen und Religionen, das empfänglich macht für Intoleranz und Hetze", so ein Ministeriumssprecher. Und der Austausch zwischen Bürgern aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen fördere Integration, Demokratie und Frieden.

Aktionstag inspiriert auch weitere Initiativen

An manchen Orten hätte der Aktionstag in Bayern im Lauf der Jahre auch weitere Initiativen inspiriert, sagt Aykan Inan, der über 13 Jahre lang Geschäftsführer des Ditib-Verbands in Südbayern war: "Beim Tag der offenen Moschee sind so viele Bekanntschaften, so viele Projekte entstanden, sodass die Moscheen sich viel besser integriert haben in die Stadtgesellschaft. Zum Beispiel bei den Nachbarschaftshilfen gab es immer wieder Leute, die nicht wussten, wie man die Muslime erreicht. Und dann haben sie zufällig in der Zeitung gelesen: 'Ah, da ist am Tag der Offenen Moschee auch eine bei mir in der Nähe, die ich besuchen kann.'"

Zum Video: Tag der offenen Moschee in Nürnberg

Seit 30 Jahren gibt es den Tag der offenen Moschee. Mehr als 700 Gotteshäuser luden diesmal ein zu Führungen und Gesprächen. Auch die neue Moschee in Nürnberg öffnete ihre Türen.
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Seit 30 Jahren gibt es den Tag der offenen Moschee. Mehr als 700 Gotteshäuser luden diesmal ein zu Führungen und Gesprächen.

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