Im österreichischen Bundesland Tirol sind in der vergangenen Wintersaison 411.000 Autofahrer erwischt worden, die trotz Fahrverbot einen Stau über Ausweichstrecken umfahren wollten. Besonders betroffen war die stark befahrene Transitroute am Fernpass: Dort wurden nach Angaben des Landes Tirol allein 173.000 Fahrzeuge registriert, die auf kleinere Straßen auswichen.
Die Winterfahrverbote galten tagsüber an Wochenenden und Feiertagen vom 20. Dezember bis zum Ostermontag auf bestimmten Strecken des niederrangigen Straßennetzes. Ziel ist es, Ortsdurchfahrten und Nebenstraßen vor Ausweichverkehr zu schützen.
Navigationsgeräte künftig ohne Ausweichrouten?
Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ) sagte, viele Durchreisende landeten aus Unwissenheit "blindlings auf Gemeindestraßen, manchmal sogar Forstwegen oder Langlaufloipen". Nach seinen Angaben ist es nun gelungen, dass Anbieter von Navigationsgeräten die eigentlich gesperrten Ausweichrouten künftig nicht mehr anzeigen.
Wie schnell die Unternehmen das technisch umsetzen und ob sich die Lage damit entspannt, soll sich im kommenden Sommer zeigen. Die Fahrverbote für die Sommersaison sollen in wenigen Wochen in Kraft treten. Wer gegen die Regelungen verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen.
Mit Informationen von dpa
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