Auf der Bahnstrecke am Schliersee haben Unbekannte am späten Montag zahlreiche Betonbrocken auf die Gleise gelegt. Kurz vor dem Halt Fischhausen/Neuhaus überfuhr ein Regionalzug insgesamt 16 Betonteile, die auf einer Länge von rund 70 Metern auf den Gleisen lagen. Der Lokführer erlitt einen Schock. Die drei Fahrgäste im Zug kamen mit dem Schrecken davon, so die Bundespolizei Rosenheim.
Erheblicher Sachschaden an Regionalzug
An dem Zug entstand ein Sachschaden von rund 50.000 Euro. Nach dem Vorfall war die eingleisige Bahnstrecke Schliersee-Bayrischzell für knapp drei Stunden gesperrt. Es entstanden Verspätungen von insgesamt 260 Minuten. Laut der Bundespolizei Rosenheim, die in dem Fall ermittelt, könnten die Betonteile, die einen Durchmesser von etwa 20 bis 30 Zentimetern hatten, von einem nahegelegenen Schutthaufen stammen. Sie seien von den Rädern der Lok zermahlen beziehungsweise wegkatapultiert worden.
Haben zwei junge Männer mit dem Vorfall zu tun?
Der Lokführer habe unmittelbar zuvor zwei junge Männer gesehen, später auch am Haltepunkt Fischhausen-Neuhaus. Beide seien mit E-Scootern oder E-Rollern in Richtung Fischbachau davongefahren. Eine erste Fahndung mit einem Polizeihubschrauber verlief ergebnislos. Die Bundespolizei bittet nun um Hinweise und sucht nach den beiden Unbekannten, die mit einem schwarzen Kapuzenpulli und einer dunklen Hose beziehungsweise mit einem roten Pulli und dunkler Hose bekleidet gewesen waren. Ermittelt wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
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