Eine vermeintliche Bombe hat am Nürnberger Hauptbahnhof einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Mann hatte einen Rucksack abgegeben und behauptet, darin befinde sich eine Bombe. Daraufhin wurde die Mittelhalle gesperrt.
Entwarnung nach einer Stunde
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken hatte der Mann einen Rucksack am Informationsschalter in der Mittelhalle abgegeben. Dabei habe er behauptet, dass sich darin eine Bombe befinde. Anschließend entfernte er sich.
Die Mittelhalle wurde daraufhin gesperrt. Spezialisten des Entschärfungsdienstes der Bundespolizei untersuchten den Rucksack und gaben schließlich nach etwa einer Stunde Entwarnung. Sprengstoff fanden die Einsatzkräfte nicht.
Ermittlungsrichter entscheidet über Untersuchungshaft
Noch am Vormittag konnte der Besitzer des Rucksacks im Bereich des Bahnhofs festgenommen werden. Der 41 Jahre alte Deutsch-Russe machte der Polizei zufolge einen verwirrten Eindruck und stand offenbar unter Alkoholeinfluss. Bei einer anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler keine Sprengmittel. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.
Der Mann soll im Laufe des Sonntags einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Dieser entscheidet dann, ob der Beschuldigte in Untersuchungshaft genommen wird.
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