Rauchwolke am Flughafen Riad
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Archivbild: Immer wieder wurde der Flughafen Riad in der vergangenen Zeit angegriffen.
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Saudi-Arabien: Viele Tote bei Angriff auf Flughafen in Riad

Saudi-Arabien: Viele Tote bei Angriff auf Flughafen in Riad

Der Konflikt zwischen den vom Iran unterstützten Huthi im Jemen und Saudi-Arabien eskaliert. Bei einem Angriff auf den Flughafen in Riad gab es mindestens 12 Tote und Hunderte Verletzte. Das Auswärtige Amt rät von Reisen nach Saudi-Arabien ab.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Bei einem verheerenden Angriff auf den Hauptflughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad sind nach Angaben der staatlichen Luftfahrtbehörde mindestens zwölf Menschen getötet worden. 309 weitere wurden demnach verletzt, einige schwebten am Morgen in Lebensgefahr. Es handelt sich um den tödlichsten Angriff in Saudi-Arabien seit 2015.

Laut der saudischen Luftfahrtbehörde haben vier der getöteten Menschen die saudische Staatsangehörigkeit und zwei die von Bangladesch. Ums Leben kamen auch jeweils eine Person aus den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien sowie aus dem Sudan und den palästinensischen Gebieten. Der Flughafenbetrieb wurde vorübergehend eingestellt.

Stecken die Huthi hinter dem Angriff?

Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis machte die Huthi für die jüngste Attacke auf den internationalen Flughafen King Chalid verantwortlich. Der Angriff auf eines der Passagierterminals sei ein "regelrechtes Kriegsverbrechen", schrieb der Sprecher des Bündnisses, Turki al-Maliki, auf der Plattform X und kündigte eine entschiedene Reaktion an.

Zuletzt hatte die Huthi-Miliz ihre Angriffe auf das benachbarte Saudi-Arabien verstärkt und sich auch zu Anschlägen mit ballistischen Raketen auf den Flughafen von Riad und andere Einrichtungen bekannt. Der internationale Flughafen King Chalid war erst am Donnerstag angegriffen worden. Drei saudische Staatsangehörige kamen dabei ums Leben. Die Huthi-Rebellen warfen zugleich Saudi-Arabien vor, den Flughafen der westjemenitischen Hafenstadt Hudaida sowie weitere Gebiete aus der Luft angegriffen zu haben. 

Trump schließt militärische Unterstützung nicht aus

"Was in Saudi-Arabien passiert ist, ist nicht akzeptabel", erklärte US-Präsident Donald Trump vor Journalisten. Er werde mit Saudi-Arabiens De-facto-Herrscher Kronprinz Mohammed bin Salman darüber sprechen. Auf Nachfrage schloss er nicht aus, sich an den saudi-arabischen Angriffen auf die Huthis zu beteiligen. US-Medien zufolge hatte die US-Regierung Bitten Saudi-Arabiens um militärische Unterstützung bisher abgelehnt.

Auch UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich von dem jüngsten Angriff "zutiefst schockiert" über den Angriff der Huthi. Attacken auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verstießen gegen das Völkerrecht. Sie müssten sofort eingestellt werden, forderte er. 

Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Saudi-Arabien ab

Deutschland und andere westliche Länder raten inzwischen von einer Nutzung des internationalen Flughafens von Riad ab. Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte zudem, derzeit werde von allen Reisen nach Saudi-Arabien abgeraten.

Laut einem westlichen Diplomaten rieten mehrere westliche Botschaften in Riad ihren Mitarbeitern, den Flughafen der Hauptstadt zunächst eine Woche lang zu meiden. Die Angriffe auf den Airport treffen Saudi-Arabien, kurz bevor es im Oktober eine große Investitionskonferenz veranstaltet, zu der aus dem Ausland viele führende Persönlichkeiten aus der Wirtschaft erwartet werden.

Im Video: Große internationale Bestürzung nach dem Raketenangriff auf den Flughafen in Riad in Saudi-Arabien

Große internationale Bestürzung nach dem Raketenangriff auf den Flughafen in Riad in Saudi-Arabien.
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Große internationale Bestürzung nach dem Raketenangriff auf den Flughafen in Riad in Saudi-Arabien.

Mit Informationen von dpa, AFP

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