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Waffenruhe: Hat Iran den Krieg gewonnen?

Waffenruhe: Hat Iran den Krieg gewonnen?

Nach Wochen der Eskalation einigen sich USA und Iran auf eine Feuerpause – beide Seiten sprechen von einem Sieg. Doch in der Straße von Hormus bleibt die Lage angespannt: Teheran beharrt auf Kontrolle, Washington fordert freie Passage.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

US-Präsident Trump spricht mit Blick auf die vereinbarte Feuerpause mit dem Iran von einem "vollständigen Sieg" der USA. Was Trump als Sieg verkauft, wird auch im Iran als solcher gesehen.

BR24 berichtete mit der BR-Reporterin Katharina Willinger in Istanbul und mit Dr. Jan Busse vom Institut für Politikwissenschaft, Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften, Universität der Bundeswehr München. Das Video finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.

Durchbruch in letzter Minute: Zweiwöchige Feuerpause zwischen USA und Iran

Nach sechs Wochen Krieg und einer drohenden Total-Eskalation atmet die Welt auf: Die USA und der Iran haben sich in letzter Minute auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt. Während US-Präsident Trump von einem "vollständigen Sieg" spricht, bleibt die Lage an der strategisch wichtigen Straße von Hormus jedoch angespannt. Der Iran besteht weiterhin auf strengen Kontrollen des Schiffsverkehrs – ein klarer Widerspruch zu den Forderungen aus Washington.

US-Präsident Donald Trump verkündete das Abkommen gewohnt siegessicher. Er sprach von einem "vollständigen Sieg" für die Vereinigten Staaten. Zuvor hatte er dem Iran noch mit der "Zerstörung seiner gesamten Zivilisation" gedroht, sollte die Blockade der Straße von Hormus nicht aufgehoben werden.

Teheran behält die Kontrolle

Trotz der vereinbarten Waffenruhe denkt der Iran offenbar nicht an einen vollständigen Rückzug aus der Straße von Hormus. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi stellte klar, dass der Schiffsverkehr weiterhin "technischen Beschränkungen" unterliege.

Schiffe dürfen die Gewässer demnach nur nach offizieller Genehmigung und in Abstimmung mit den iranischen Streitkräften passieren. Laut einem Bericht des Wall Street Journals werden Kapitäne in der Region bereits per Funk gewarnt: Wer ohne Erlaubnis der Revolutionsgarden (Sepah-Marine) durchfährt, riskiert die Zerstörung seines Schiffes.

Mit Informationen von Reuters und dpa

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