Eine Karte der Verbotszone an der Donau im Süden Donauwörths.
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Rot schraffiert ist die Verbotszone an der Donau im Süden Donauwörths. Die Zahlen sind die Flusskilometer.
Bildrechte: Landratsamt Donau-Ries
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Rot schraffiert ist die Verbotszone an der Donau im Süden Donauwörths. Die Zahlen sind die Flusskilometer.

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Weltkriegs-Minen in Donau: Verbotszone bei Donauwörth erweitert

Weltkriegs-Minen in Donau: Verbotszone bei Donauwörth erweitert

Im Niedrigwasser der Donau wurden weitere Weltkriegs-Minen entdeckt. Die Behörden schließen nicht aus, dass dort noch mehr Kampfmittel liegen. "Betreten verboten" heißt es deshalb nicht mehr nur rund um die Schmuttermündung südlich von Donauwörth.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Nach dem Fund weiterer Weltkriegs-Minen hat das Landratsamt Donau-Ries die bestehende Verbotszone an der Donau bei Donauwörth ausgeweitet. Betroffen ist ein mehrere Hundert Meter langer Abschnitt der Donau im Bereich der Schmuttermündung südlich von Donauwörth, nahe der B2-Donaubrücke. Auch der Unterlauf der Schmutter gehört zum betroffenen Gebiet.

Baden, Angeln und Bootfahren verboten

In der Verbotszone dürfen sich Menschen bis auf Weiteres weder im Wasser noch im Uferbereich aufhalten. Untersagt sind insbesondere:

  • Baden und Tauchen
  • Angeln
  • Fahrten mit Booten und Kanus
  • Stand-up-Paddling
  • Magnetfischen
  • Suche mit Metalldetektoren

Das Landratsamt empfiehlt darüber hinaus, die betroffenen Uferbereiche und das Gewässer vollständig zu meiden. Unbekannte metallische Gegenstände sollten auf keinen Fall, berührt oder aufgehoben werden. Bei einem möglichen Kampfmittelfund soll sofort die Polizei verständigt werden.

Weitere Minen könnten im Fluss liegen

Grund für die neuen Vorsichtsmaßnahmen sind weitere Kampfmittel, die wegen des niedrigen Wasserstands in der Donau sichtbar geworden sind. Nach Angaben des Landratsamtes wurde bereits eine kontrollierte Sprengung vorgenommen.

Bei den gefundenen Kampfmitteln handelt es sich demnach um Minen, die durch Druck ausgelöst werden können. Ihre Sprengwirkung beruht auf einer TNT-Ladung. Dadurch besteht nicht nur für Menschen in unmittelbarer Nähe Lebensgefahr, sondern auch für Personen im weiteren Umfeld. Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth hält es für wahrscheinlich, dass sich noch weitere Minen im Niedrigwasser der Donau befinden.

Kampfmittel möglicherweise von alter B2-Brücke geworfen

Historische Untersuchungen lieferten laut der Behörde keine Hinweise darauf, dass in dem Gebiet früher gezielt Minen eingesetzt wurden. Die Stadt Donauwörth hält es allerdings für möglich, dass Kampfmittel einst von der alten B2-Brücke in die Donau geworfen wurden.

Der Umfang einer möglichen Suche ist noch offen. Das Wasserwirtschaftsamt werde nun gemeinsam mit der Stadt klären, wie die Untersuchung von Donau und Schmutter fortgesetzt werden kann, heißt es. Das Landratsamt habe eine solche Untersuchung bereits angeregt.

Ende der Einschränkungen noch offen

Wie lange die Verbote gelten, lässt sich derzeit nicht absehen. Die Beschränkungen sollen erst aufgehoben werden, wenn Untersuchungen mit ausreichender Sicherheit ergeben haben, dass sich keine weiteren Kampfmittel in dem Gewässerabschnitt befinden. Bis dahin gilt das Verbot auch für Bootsfahrer und Stand-up-Paddler, die den Bereich lediglich durchqueren möchten.

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