Straßensperrung bei Reutte Süd
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Wegen der Protestaktion einer Bürgerinitiative ist der Fernpass in Tirol für zwei Stunden gesperrt.
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Wegen der Protestaktion einer Bürgerinitiative ist der Fernpass in Tirol für zwei Stunden gesperrt.

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Wenig Verkehr, kaum Stau: Fernpass-Sperre in Tirol aufgehoben

Wenig Verkehr, kaum Stau: Fernpass-Sperre in Tirol aufgehoben

Trotz des Ferienbeginns in mehreren Bundesländern hat die Sperre der Fernpassstraße 179 im österreichischen Bundesland Tirol kaum zu Verkehrsbehinderungen geführt. Die Protestaktion einer Bürgerinitiative richtete sich gegen Ausbau-Pläne.

Über dieses Thema berichtet: Bayern 2 am Samstagvormittag am .

Die rund zweistündige Sperre der Fernpassstraße im österreichischen Tirol ist nach der Protestaktion einer Bürgerinitiative um kurz vor 12 Uhr wieder aufgehoben worden. Nach BR-Informationen sind größere Verkehrsbehinderungen ausgeblieben. Wie schon bei der Brenner-Blockade hatten wohl viele Autofahrer ihre Reise in den Süden umgeplant.

Vorab-Warnung der Polizei

Zum Ferienbeginn in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland hatte die Polizei vorab vor Rückstaus bis ins Allgäu gewarnt und von nicht unbedingt nötigen Fahrten nach Tirol abgeraten. Doch die Verkehrslage blieb ruhig. Auch in den sonst bei Stau betroffenen Gemeinden in der Umgebung gab es kaum Autoverkehr. In Pfronten sei es so ruhig wie sonst nie an einem Samstag, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Wagner.

Protest gegen Fernpass-Ausbau

Grund für die Demo und die damit verbundene Vollsperrung zwischen Reutte und Nassereith: der Protest von Anwohnern gegen das Fernpass-Paket der Tiroler Landesregierung. Auf der Kundgebung mit mehreren hundert Teilnehmern wurde deutlich, wie sehr sich die Bewohner im Außerfern, dem Gurgltal und auf dem Mieminger Plateau von der Tiroler Landespolitik übergangen und missachtet fühlen. Nach zahlreichen Demonstrationen und Protestveranstaltungen in den vergangenen Jahren habe sie sich nun nicht anders zu helfen gewusst, sagt Sabine Kerber von der Bürgerinitiative. Sie wohnt mit ihrer Familie in Biberwier, der Weg zur Arbeit und zur Schule in Reutte sei schon beschwerlich. Aber etwa an Samstagen Einkäufe in Imst oder Innsbruck zu erledigen, sei wegen der verstopften Straßen vollkommen unmöglich geworden.

Im Video: Demo auf dem Fernpass

Demonstranten mit Motto-Tshirts
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Mehrere hundert Menschen demonstrieren zwei Stunden auf der Fernpassstraße.

Rettungshubschrauber für gebrochenen Finger

Andere Demonstrationsteilnehmer beklagten etwa, dass Rettungsfahrzeuge schon lange nicht mehr durchkämen. Selbst "wegen eines gebrochenen Fingers" müsste nun immer der Rettungshubschrauber alarmiert werden, weil eine medizinische Versorgung anders nicht möglich sei. Konkret forderten die Redner auf der Fernpass-Kundgebung, dass die sogenannte "Dosierampel" schon am Grenztunnel zum Allgäu installiert wird. Wenn es zu Staus komme, dann sollten die Autos auf der A7 stehen und nicht auf der B179.

Die Anwohner befürchten in Zukunft noch mehr Verkehr, wenn unter anderem zwei neue Tunnel gebaut werden: eine zweite Röhre für den Lermooser Tunnel und – am Scheitel des Passes – den neuen Fernpasstunnel. Sie sollen die wichtige, aber störanfällige Transitroute eigentlich schneller, zuverlässiger und sicherer machen. Die Baukosten von 500 Millionen Euro sollen über eine Maut finanziert werden.

Erneute Demo zu Ferienstart in Bayern

Schon für den 1. August hat die österreichische Bürgerinitiative einen weiteren Protest mit Blockade beantragt. Dann sollen auch die verantwortlichen Landespolitiker eingeladen werden, um zu den Forderungen der Fernpass-Anwohner Stellung zu nehmen.

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