Von Frost überzogene Blüten und Knospen eines Apfelbaum am Morgen.
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Kühles Aprilwetter: Sind das schon die Eisheiligen?

Kühles Aprilwetter: Sind das schon die Eisheiligen?

Frühlingshafter Sonnenschein – aber kühle Temperaturen: Manch einer fragt sich deshalb, ob die Eisheiligen dieses Jahr schon früher starten. Warum das nicht so ist und was es mit der Bauernregel auf sich hat.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 1 am Morgen am .

Wer seine Winterjacke noch nicht verräumt hat, war in den letzten Tagen wahrscheinlich froh darüber: Vor allem morgens und nachts ist es in vielen Gegenden in Bayern kalt, in manchen Gebieten sogar leicht frostig. Sind das verfrühte Eisheilige, die Bauernregel, die eigentlich erst für den Mai einen Kälteeinbruch ankündigt?

Nein, sagt Bayern-3-Wetterexpertin Jasmin Leuxner. Die aktuellen Temperaturen seien nicht ungewöhnlich – bislang liege der April im Durchschnitt. "Normal wären im Schnitt Höchstwerte von rund 16 Grad, heute haben wir im Schnitt rund 15 Grad." Grund für die niedrigen Temperaturen sei kalte Luft, die aus dem Norden Europas nach Bayern gezogen ist.

In den kommenden Tagen wird es wärmer

Ab Donnerstag liegen die Temperaturen Leuxner zufolge sogar über dem, was für April normal wäre. Denn zurzeit bestimme Hoch Uli das Wetter in Bayern – und bringe milde Temperaturen mit sich.

Am Donnerstag und am Wochenende seien daher Temperaturen von 16 bis 21 Grad möglich, am Freitag 22 Grad. "Allerdings ist es auch windig und deshalb liegen die gefühlten Temperaturen ein bisschen unter den tatsächlichen."

Die Eisheiligen sind für Gartenarbeiten relevant

Ob sich die Eisheiligen-Bauernregel im Mai bewahrheitet, lasse sich noch nicht sagen. "Die Möglichkeit, dass es im Mai nochmals kalt wird, ist gegeben, wenn wir uns die Wetterstatistik ansehen", so Leuxner. Für genauere Prognosen sei es noch zu früh.

Die Eisheiligen gelten als Orientierungspunkt für all diejenigen, die ihren Garten oder Balkon bepflanzen wollen. Die Bauernregel soll deutlich machen: Im Mai kann es noch einmal richtig kalt werden. Und das ist besonders für kälteempfindliche Pflanzen gefährlich. Ihnen können die niedrigen Temperaturen mit Nachtfrost schaden, weil sie im Mai in eine Wachstumsphase fallen, die für sie kritisch ist.

Besondere Wetterlage im Mai

Meteorologen bezeichnen die Tage zwischen dem 11. und 15. Mai als Eisheilige – mit regionalen Unterschieden zwischen Nord- und Süddeutschland. Genau genommen ist das Datum aber nicht ganz richtig. Die Bauernregel stammt nämlich aus einer Zeit, als noch der julianische Kalender galt.

Heute richten wir uns nach dem gregorianischen Kalender, bei dem die Zeitrechnung elf Tage vorgestellt wurde. Bei exakter Umrechnung des Datums vom julianischen auf den gregorianischen Kalender wären die Eisheiligen also erst Ende Mai.

Warum es im Mai noch einmal so richtig kalt werden kann, liegt an der besonderen Wetterlage, die zu dieser Jahreszeit auftreten kann. Während es auf der Nordhalbkugel immer wärmer wird, kann es im hohen Norden noch ziemlich kalt sein. Im Mai kann diese kalte Polarluft aus dem Norden bei entsprechender Wetterlage noch zu uns kommen.

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