Mit dem Tauwetter steigen die Wasserstände der Bäche und Flüsse und damit auch die Überflutungsgefahr. Vor allem in Franken sind mittlerweile einige Wiesen und Straßen überschwemmt. Der Regen tut sein Übriges, und so meldet der Hochwassernachrichtendienst (HND) Bayern in allen drei fränkischen Regierungsbezirken gestiegene Wasserstände.
Diese Städte sind besonders betroffen
Erreicht wurde vielerorts die Meldestufe zwei von vier. Das bedeutet, dass land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet sein können. Zudem kann es leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen geben.
Besonders betroffen sind derzeit die Städte Ansbach, Erlangen, Bamberg und Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Ansbach, Erlangen-Höchstadt, Bamberg, Coburg und Rhön-Grabfeld. Vorwarnungen gibt es für Bayreuth sowie die Landkreise Bayreuth, Kulmbach, Wunsiedel im Fichtelgebirge, Kronach, Bad Kissingen und Haßberge.
Behörde warnt vor Hochwasser in Franken
Nach Angaben des Hochwassernachrichtendienstes Bayern haben Schneeschmelze und Regenfälle die meisten nordbayerischen Pegel zu einem Hochwasser der Meldestufen 1 und 2 ausufern lassen. Einige Regnitzzuflüsse und Pegel im oberen Maingebiet hätten demnach Meldestufe 2 erreicht, wobei der Pegel Schenkenau/Itz in den Bereich der Meldestufe 3 steigen werde.
Die Zuflüsse im Regnitz-Einzugsgebiet mit streckenweisen Überschreitungen der Meldestufe 2 sind laut Hochwasserlagebericht Zenn, Aisch und Fränkische Rezat, sowie im Oberen Maingebiet die Pegel Ködnitz/Main und Schenkenau/Itz. Letzterer wird der Prognose zufolge weiter in den Bereich der Meldestufe 3 steigen.
An der Fränkischen Saale steigen die Wasserstände dem Lagebericht zufolge derzeit in Meldestufe 1, sollen jedoch nicht über Meldestufe 2 steigen. Bei den nördlichen Donauzuflüssen Sulzach, obere Altmühl, Vils, Regen und Naab zeigen einige Pegel leichte Ausuferungen in der Meldestufe 1. Die Meldestufe 2 wird nur ganz selten erreicht, zum Beispiel in Pressath/Haidenaab.
Bayernkarte: Hochwasserwarnungen des LfU
Tauwetter und Dauerregen bis Freitag
Es bleibt ungemütlich in Bayern: Die Meteorologen erwarten bis Freitag weiterhin Regen bei relativ hohen Temperaturen. Im Tagesverlauf bleibt es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wechselhaft. Es soll bis zu 12 Grad warm werden. In den Mittelgebirgen bleibt es demnach bis Freitag beim Tauwetter. Dabei können zeitweise bis zu 40 bis 50 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 48 Stunden fallen. Im Allgäu können bis Freitagvormittag sogar zwischen 50 und 60 Liter Regen pro Quadratmeter herunterkommen.
Weiter oben in den Alpen könnte es hingegen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee geben, in Hochlagen der Allgäuer Alpen sogar doppelt so viel. In Franken, das Ende Januar in ungewöhnlich viel Schnee in sehr kurzer Zeit versank, ist der Schneefall derzeit kein Thema.
Traditionsreiches Hörnerschlittenrennen im Ostallgäu abgesagt
Der Kappeler-Schalengger-Verein hat sein für Samstag geplantes Hörnerschlittenrennen abgesagt. Der Temperaturanstieg mit Regen mache es unmöglich, ein sicheres Rennen durchzuführen, schreibt der Verein auf seiner Internetseite. Deshalb müsse man das Rennen "schweren Herzens" absagen.
Das Kappeler Schalengge-Rennen gilt als eines der traditionsreichsten Hörnerschlittenrennen in Bayern. Seit 1977 stürzen sich dabei traditionell immer am Faschingssamstag bis zu 200 Wagemutige auf großen Holzschlitten den Berg hinunter.
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