Mindestens 39 Tote bei Zugunglück in Spanien
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Mindestens 40 Tote bei Zugunglück in Spanien

Mindestens 40 Tote bei Zugunglück in Spanien

Nach dem schweren Zugunglück in Südspanien ist die Zahl der Toten auf mindestens 40 gestiegen. Mehrere Menschen wurden schwer verletzt. Nahe Adamuz waren am Sonntagabend zwei Hochgeschwindigkeitszüge entgleist. Die Ursache ist noch unklar.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Bei einem Zugunglück in Andalusien im Süden Spaniens ist die Zahl der Toten auf mindestens 40 gestiegen. Dies meldete der staatliche TV-Sender RTVE unter Berufung auf die Polizeieinheit Guardia Civil. Außerdem wurden dutzende Menschen nach dem Zusammenstoß in Krankenhäusern behandelt. Die spanischen Behörden sprechen von insgesamt 170 Verletzten, von denen sich fünf in Lebensgefahr befänden. Insgesamt seien es 24 Schwerverletzte, hieß es.

Die Guardia Civil und der Zivilschutz waren die gesamte Nacht über an der Unfallstelle im Einsatz. Laut Verkehrsminister Óscar Puente ist die Unglücksursache weiter unklar. Bis ein Untersuchungsergebnis vorliege, könne es demnach bis zu einem Monat dauern. Der Zugverkehr zwischen Madrid und Städten in Andalusien wurde am Montag eingestellt.

Hochgeschwindigkeitszug rast in entgleisten Zug

Am Sonntagabend war ein Hochgeschwindigkeitszug von Málaga nach Madrid mutmaßlich mit Tempo 300 entgleist und mit einem entgegenkommenden Hochgeschwindigkeitszug zusammengestoßen. Nach Angaben von Verkehrsminister Puente entgleiste der hintere Teil des ersten Zuges und prallte gegen die vordere Spitze des zweiten, wodurch die ersten beiden Waggons des Zuges aus den Schienen geschleudert wurden und eine vier Meter tiefe Böschung hinunterstürzten. Medienberichten zufolge befanden sich in den beiden Zügen insgesamt rund 500 Fahrgäste.

Hunderte Überlebende mussten von Rettungskräften im Dunkeln geborgen werden. Zahlreiche Fahrgäste waren noch Stunden nach dem Unfall in den Zügen eingeschlossen. Antonio Sanz, der regionale Gesundheitsminister der Provinz Andalusien, sagte, die Lage an der Unglücksstelle sei "sehr ernst". Videos von der Unglücksstelle zeigen Menschen, die aus Fenstern kletterten, während die Waggons schräg lagen. Unter den Todesopfern ist amtlichen Angaben zufolge einer der Lokführer.

Spaniens Verkehrsminister: Vorfall "wirklich seltsam"

Die regionale Leiterin des Zivilschutzes, María Belén Moya Rojas, sagte dem Sender Canal Sur, der Unfall habe sich in einem schwer zugänglichen Gebiet ereignet. Anwohner hätten Decken und Wasser zur Unglücksstelle gebracht, um den Betroffenen zu helfen. Das Spanische Rote Kreuz richtete in der Ortschaft Adamuz nahe der Unglücksstelle ein Hilfszentrum ein, das den Rettungskräften sowie Menschen auf der Suche nach Informationen Unterstützung bot.

Spaniens Verkehrsminister Puente bezeichnete den Vorfall als "wirklich seltsam", da er sich auf einem ebenen Streckenabschnitt ereignet habe, der erst im Mai instand gesetzt worden war. Laut Puente war der entgleiste Zug weniger als vier Jahre alt.

Ministerpräsident Sánchez: Schnelle Hilfe zugesichert

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sicherte schnelle Hilfe zu. "Heute ist eine Nacht tiefen Schmerzes für unser Land", schrieb er auf der Plattform X. Neben dem Königshaus in Madrid und vielen anderen sprach auch die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den Familien und Angehörigen der Opfer sowie dem spanischen Volk ihr Beileid aus. "In dieser Nacht seid ihr in meinen Gedanken", schrieb sie auf Spanisch auf X.

Mit Informationen von dpa, AFP und AP.

Im Audio: Schweres Zugunglück in Spanien

Verunglückter Hochgeschwindigkeitszug mit mehreren Ersthelfern
Bildrechte: Reuters
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Bei dem schweren Eisenbahnunglück im Süden Spaniens sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen, mehrere Menschen sind schwer verletzt.

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