ARD-DeutschlandTremd August: Sonntagsfrage
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DeutschlandTrend: Vorsprung der AfD auf Union so groß wie nie

DeutschlandTrend: Vorsprung der AfD auf Union so groß wie nie

Der Abstand ist noch einmal gewachsen: Die AfD erreicht im ARD-DeutschlandTrend ihren bisher höchsten Wert, die Union fällt auf den niedrigsten seit Jahren. An der Unzufriedenheit mit der Bundesregierung ändert auch die Kabinettsumbildung nichts.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Die Umfrage-Talfahrt hält an: 15 Monate nach dem Amtsantritt von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kommt die Union im ARD-DeutschlandTrend nur noch auf 21 Prozent, einen Punkt weniger als im Juli.

Es ist das fünfte Minus in Folge und der niedrigste Wert für CDU/CSU seit November 2021. Noch schwächer schnitt die Union in einem DeutschlandTrend nur einmal ab: im September 2021 mit 20 Prozent.

AfD klettert auf Höchstwert

Stärkste Kraft ist laut der repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap erneut die AfD, die einen Punkt auf 28 Prozent zulegt. Es ist der bisher höchste Wert der Partei in einem DeutschlandTrend. Mit sieben Prozentpunkten ist auch der Vorsprung der AfD auf die Union so groß wie nie zuvor.

Die anderen Parteien liegen jeweils auf dem Wert des Vormonats: die Grünen bei 15 Prozent, die SPD bei zwölf und die Linke bei elf Prozent. Die FDP würde mit vier Prozent erneut den Einzug in den Bundestag verpassen, wenn an diesem Sonntag Wahl wäre. Alle weiteren Parteien kämen zusammen auf neun Prozent.

Interaktive Grafik: Die Sonntagsfrage seit Januar 2021

Wie umgehen mit der AfD?

Bei einem solchen Wahlausgang hätten die derzeitigen Regierungsparteien CDU, CSU und SPD keine Mehrheit und bräuchten zusätzlich die Grünen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließen die anderen im Bundestag vertretenen Parteien aus, die Union lehnt zudem auch eine Kooperation mit der Linken ab.

37 Prozent der Wahlberechtigten unterstützen laut DeutschlandTrend die Linie, eine Zusammenarbeit mit der AfD auszuschließen – ein Minus von vier Prozentpunkten im Vergleich zu Juni. Knapp ein Drittel (32 Prozent) plädiert dafür, von Fall zu Fall zu entscheiden (+1). Nach Meinung von 27 Prozent sollten die anderen Parteien die Zusammenarbeit mit der AfD suchen (+3).

Für eine Kooperation plädieren dabei vor allem AfD-Anhänger (84 Prozent). Ein klares Nein zu einer Zusammenarbeit kommt dagegen mehrheitlich von Sympathisanten der Grünen (77 Prozent), Linken (74 Prozent) und SPD (61 Prozent). Von den Unions-Anhängern lehnen 44 Prozent ab, eine Kooperation mit der AfD zu suchen, fast die Hälfte (48 Prozent) ist dafür, von Fall zu Fall zu entscheiden.

Kabinettsumbildung: Jeder Achte erwartet Besserung

Die Zufriedenheitswerte mit der Bundesregierung bleiben im Keller: Unverändert sind 13 Prozent mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden, 85 Prozent sind das nicht (-1).

Von der Kabinettsumbildung vergangene Woche versprechen sich zwölf Prozent, dass die Arbeit der Bundesregierung besser wird. Elf Prozent gehen davon aus, dass sie sich verschlechtert. Ein Großteil erwartet, dass die Regierung "genauso schlecht" (57 Prozent) oder "genauso gut" (12 Prozent) arbeiten wird.

Bundeskanzler Merz hatte nach dem Rücktritt von Jens Spahn als Unions-Fraktionschef einige Posten in seiner Regierung neu besetzt: Die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken wurde Kanzleramtschefin, Carsten Linnemann folgte ihr im Gesundheitsministerium nach. Der bisherige Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder wurde durch Steffen Bilger ersetzt (alle CDU).

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ArD-DeutschlandTrend August: Kabinettsumbildung

Politikerzufriedenheit: Pistorius vor Wadephul

Mit der Arbeit von Bundeskanzler Merz sind 14 Prozent der Wahlberechtigten zufrieden, ein Punkt mehr als im Vormonat. 84 Prozent zeigen sich unzufrieden. Auch unter Unions-Anhängern überwiegt mit 53 Prozent die Unzufriedenheit mit Kanzler Merz, der zudem CDU-Vorsitzender ist.

Deutlich besser schneiden aus der Union – trotz geringerem Bekanntheitsgrad – Außenminister Johann Wadephul (CDU) mit einem Zufriedenheitswert von 32 Prozent (+4) und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) mit 28 Prozent (+6) ab. Die insgesamt höchste Zustimmung verzeichnet weiterhin Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit 53 Prozent (+1).

Der ARD-DeutschlandTrend

Für den aktuellen ARD-DeutschlandTrend befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap vom 3. bis 5. August 2026 insgesamt 1.297 Wahlberechtigte in Deutschland (773 Telefoninterviews und 524 Online-Interviews). Es handelt sich um eine repräsentative Studie unter den Wahlberechtigten in Deutschland.

Infratest dimap weist darauf hin, dass die Sonntagsfrage zur Bundestagswahl aktuelle Parteipräferenzen misst und kein tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag final abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Viele Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest.

Im Video: ARD-DeutschlandTrend - Wie sicher fühlen sich die Bundesbürger noch?

ARD-DeutschlandTrend - Wie sicher fühlen sich die Bundesbürger noch?
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ARD-DeutschlandTrend - Wie sicher fühlen sich die Bundesbürger noch?

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