Symbolbild Bauern/ Dieselpreise. ARCHIV (11.03.2025) Landwirtschaft. Ein Landwirt bei der Feldarbeit mit seinem Traktor.
Symbolbild Bauern/ Dieselpreise. ARCHIV (11.03.2025) Landwirtschaft. Ein Landwirt bei der Feldarbeit mit seinem Traktor.
Bild
Bauern sehen kaum Entlastung durch geplante Tankstellenregeln
Bildrechte: picture alliance / Daniel Kubirski | Daniel Kubirski Besondere Hinweise
Schlagwörter
Bildrechte: picture alliance / Daniel Kubirski | Daniel Kubirski Besondere Hinweise
Audiobeitrag

Bauern sehen kaum Entlastung durch geplante Tankstellenregeln

Audiobeitrag
>

Bauern sehen kaum Entlastung durch geplante Tankstellenregeln

Bauern sehen kaum Entlastung durch geplante Tankstellenregeln

Steigende Dieselpreise treffen die Landwirtschaft – geplante Krisenregeln an Tankstellen bringen kaum Entlastung. Bauernpräsident Rukwied fordert stattdessen die Aussetzung der CO₂-Steuer, um Landwirte und das Transportgewerbe zu entlasten.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Die Landwirtschaft rechnet nicht mit spürbarer Entlastung durch die geplanten Neuregelungen für Tankstellen angesichts stark gestiegener Dieselpreise. Bauernpräsident Joachim Rukwied erklärte, die Maßnahmen würden den Betrieben kaum helfen. Hintergrund sei, dass landwirtschaftliche Betriebe Diesel in der Regel in größeren Mengen von mehreren tausend Litern auf Vorrat einkaufen und eigene Lagerkapazitäten nutzen.

Bauernverband für Aussetzung der CO₂-Steuer

Die schwarz-rote Koalition plant als Reaktion auf Preissprünge bei Diesel und Benzin infolge des Iran-Kriegs, dass Tankstellen ihre Preise künftig nur noch einmal täglich erhöhen dürfen, während Senkungen jederzeit möglich bleiben. Die entsprechenden Gesetzespläne sollen noch in dieser Woche im Bundestag verabschiedet werden.

Aus Sicht des Bauernverbands wäre eine Aussetzung der CO₂-Steuer wirksamer. Diese mache rund 17 Cent pro Liter aus und betreffe neben der Landwirtschaft auch das Transportgewerbe und weitere Branchen.

Hoher Dieselpreis macht Bauern und Transportgewerbe Sorgen

Nach Angaben des Verbands kaufen viele Betriebe derzeit nur kleinere Dieselmengen, um die Kosten zu begrenzen. Gleichzeitig befinde sich die Landwirtschaft in einer arbeitsintensiven Phase mit Aussaat und bevorstehenden Futterernten, für die ein verlässlicher Dieselbedarf besteht. Die Entwicklung der Preise bereite vielen Betrieben daher zunehmend Sorgen.

Bereits zu Jahresbeginn waren für die Branche Entlastungen unter anderem beim Agrardiesel und bei den Stromkosten in Kraft getreten. Damit hat die neue Regierung ein Wahlversprechen eingelöst. Eine Datenanalyse zeigt jedoch, dass viele Betriebe die Rückerstattung nicht nutzen. Das zeigen exklusive Zahlen der Hauptzollämter für die Wirtschaftsjahre 2021 und 2022, die BR Data ausgewertet hat. Ein zentrales Ergebnis: Viele Betriebe haben die Subvention gar nicht beantragt – bundesweit verzichteten 44 Prozent der Betriebe auf einen Antrag.

Mit Informationen von dpa

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!