Ein Israel-Fahne liegt unter Trümmern auf dem Boden
Ein Israel-Fahne liegt unter Trümmern auf dem Boden
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Um den 7. Oktober 2023 zu dokumentieren, ist ein Freundeskreis aus Würzburg nach Israel gereist. Dieses Bild ist Teil der Ausstellung.
Bildrechte: Projektteam "Israel 733:02:35"
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Um den 7. Oktober 2023 zu dokumentieren, ist ein Freundeskreis aus Würzburg nach Israel gereist. Dieses Bild ist Teil der Ausstellung.

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Bayerische Ausstellung zeigt Hamas-Terror vom 7. Oktober

Bayerische Ausstellung zeigt Hamas-Terror vom 7. Oktober

Um die Verwüstungen des Hamas-Anschlags vom 7. Oktober 2023 zu dokumentieren, ist ein Freundeskreis aus Würzburg nach Israel gereist. Aus den Aufnahmen ist eine Ausstellung entstanden. Die wird nun erstmals gezeigt – im Deutschen Bundestag.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

Ein Holzgestell lehnt zertrümmert an einer Wand, davor steht ein Hocker. Das Holzgestell war mal ein Klavier. Es stand im Haus des Friedensaktivisten Oded Lifshitz in Nir Oz, nahe Gaza, erzählt Sabrina Zinke. Für die Würzburgerin steht die Fotoaufnahme sinnbildlich für die menschlichen Abgründe des 7. Oktobers 2023. An diesem Tag vor drei Jahren überfiel die Hamas Israel. Der Kibbuz Nir Oz war eine der Siedlungen, die verwüstet wurden. Die Terroristen nahmen Oded Lifshitz als Geisel. Seine Leiche wurde im Februar 2025 nach Israel überführt.

"Sie haben eben auch Friedensaktivisten umgebracht", sagt Zinke über die Hamas. Zu Lebzeiten hatte Lifshitz Palästinenser an der Grenze zu Gaza abgeholt, um sie in israelische Krankenhäuser zu fahren.

Terroristen ermordeten mehr als 1.200 Israelis

Das Bild aus Nir Oz ist Teil einer Ausstellung, die nun im Deutschen Bundestag erstmals gezeigt wird. Erstellt hat sie ein Freundeskreis um Sabrina Zinke. Sie alle kommen aus Würzburg und sind Mitglieder der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG).

Vor einem Jahr ist das Projektteam nach Israel gereist. Dort haben sie sechs Orte besucht, die Terroristen bei ihrem Überraschungsangriff am 7. Oktober 2023 verwüstet haben. Die Terroristen ermordeten über 1.200 Israelis und verschleppten mehr als 200 Geiseln.

Die Zerstörungen von damals hat das Projektteam um Zinke in Fotos festgehalten. Außerdem hat der Freundeskreis mit Überlebenden Video-Interviews geführt. Daraus ist die Ausstellung entstanden.

Ziel: Erinnerung an 7. Oktober wachhalten

Jonas Weibel aus dem Projektteam ist es vor allem ein Anliegen zu erinnern. Er wundere sich, wie schnell der 7. Oktober in Teilen der deutschen Bevölkerung aus dem Gedächtnis verschwunden sei. Wie schnell Verschwörungserzählungen kursierten oder bei Protesten das Existenzrecht Israels angegriffen wurde. Dagegen wolle er einstehen: "Weil es einfach der einzige Schutzraum ist, den jüdisches Leben in der Welt hat."

Die Ausstellung hat der Freundeskreis ehrenamtlich erstellt. Um den Platz im Bundestag mussten sie sich bewerben. Im Frühjahr kam die Zusage. Seitdem sei kaum ein Tag vergangen, an dem das Team nicht mit den Vorbereitungen beschäftigt war. Mehrere Wochen Arbeit seien in das Projekt geflossen. Bei der Eröffnung am Mittwochabend will Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) sprechen.

"Größtes Massaker an Juden seit der Shoah"

Entstanden sei die Ausstellung auch aus einem humanistischen Antrieb, sagt Christian Weiß aus dem Projektteam. Das Projekt sei kein Bekenntnis zur israelischen Regierung. Der Diskussion um den anschließenden Krieg in Israel und Gaza wolle er nicht ausweichen. Im Gegenteil: Es gebe viel Leid auf beiden Seiten. Weiß sagt: "Diese kriegerische Auseinandersetzung ist der Wahnsinn. Aber wir dürfen über all dem nicht vergessen, wann sie begonnen hat. Das war der 7. Oktober mit dem größten Massaker an Juden seit der Shoah."

Ausstellung künftig auch in anderen Städten

Vier Wochen lang ist die Ausstellung im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestags zu sehen. Sie trägt den Titel "Israel 733:02:35". Die Zahlenfolge steht für: 733 Tage, zwei Stunden, 35 Minuten. So lange dauerte es vom Morgen des 7. Oktober 2023 bis zur Freilassung der letzten von der Hamas festgehaltenen Geiseln.

Für den Besuch ist eine vorherige Anmeldung auf der Website des Deutschen Bundestags erforderlich (externer Link). Das Projektteam bietet Führungen an. Die Ausstellung soll künftig auch in anderen Städten Station machen. Konkrete Termine gibt es allerdings noch nicht.

Im Video: Ausstellung zum Hamas-Anschlag am 7. Oktober

Drei Freunde bauen ihre Ausstellung zum Hamas-Anschlag am 7. Oktober auf.
Bildrechte: BR
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Ausstellung zum Hamas-Anschlag am 7. Oktober

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