Symbolbild Angriffe auf Politiker. ARCHIV (06.08.2024): Eine Scheibe mit dem Konterfei des SPD-Abgeordneten Lars Düsterhöft an seinem Wahlkreisbüro hat ein Einschussloch.
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Symbolbild Angriffe auf Politiker. ARCHIV (06.08.2024): Eine Scheibe mit dem Bild des SPD-Abgeordneten Lars Düsterhöft hat ein Einschussloch.
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Symbolbild Angriffe auf Politiker. ARCHIV (06.08.2024): Eine Scheibe mit dem Bild des SPD-Abgeordneten Lars Düsterhöft hat ein Einschussloch.

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Beleidigung und Gewalt: Deutlich mehr Übergriffe auf Politiker

Beleidigung und Gewalt: Deutlich mehr Übergriffe auf Politiker

Von Beleidigungen über Volksverhetzung bis hin zu tätlichen Übergriffen: Die Zahl der registrierten Attacken auf Politiker hat im vergangenen Jahr um knapp 40 Prozent zugenommen. Laut Bundesregierung wurden über 5.100 Straftaten registriert.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Die Zahl der Straftaten gegen Parteimitglieder und Politiker in Deutschland ist 2025 erneut deutlich gestiegen. Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion registrierte die Polizei bundesweit 5.140 politisch motivierte Delikte gegen Parteivertreter. 2024 waren es 3.690, im Jahr davor 2.790 Fälle.

AfD besonders häufig betroffen

Besonders häufig betroffen war 2025 die AfD. Gegen ihre Vertreter und Mitglieder wurden 1.852 Straftaten registriert, die laut Polizei überwiegend dem linken Spektrum zugeordnet werden. Auch die Zahl der Delikte gegen CDU-Politiker nahm stark zu: von rund 420 Fällen im Jahr 2024 auf 1.171 im vergangenen Jahr. Gegen CSU-Vertreter wurden 168 Straftaten erfasst.

Mitglieder und Politiker der Grünen waren in 1.005 Fällen betroffen – etwas weniger als in den Vorjahren. Damals hatte die Partei bundesweit die meisten Angriffe auf ihre Vertreter verzeichnet.

Vor allem Beleidigung, Verleumdung oder Volksverhetzung

Die meisten registrierten Taten waren keine Gewaltdelikte, sondern sogenannte Äußerungsdelikte wie Beleidigung, Verleumdung oder Volksverhetzung. Davon wurden 2025 insgesamt 1.289 Fälle erfasst. Hinzu kamen etwa Sachbeschädigungen oder Störungen von Wahlkampfständen. Insgesamt registrierte die Polizei 193 Gewaltdelikte gegen Parteivertreter.

Von den Gewalttaten entfielen 121 Fälle auf die AfD. Grünen-Politiker waren in 13 Fällen betroffen, Vertreter der Linken in 16 sowie CDU- und SPD-Politiker jeweils in zwölf Fällen. Rechte Gewalttaten richteten sich laut Bundesregierung vor allem gegen Politiker der Linken. Auch FDP und BSW, die Anfang 2025 noch im Bundestag vertreten waren, tauchen in der Statistik auf. Gegen FDP-Vertreter wurden 167 Straftaten registriert, gegen das BSW 51 Fälle.

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