Nach der tödlichen Attacke auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz soll der von der Deutschen Bahn angekündigte Sicherheitsgipfel am kommenden Freitag stattfinden. Das berichtet die "Bild am Sonntag" [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt] unter Berufung auf Teilnehmerkreise in Berlin. Bei dem Treffen sollen Maßnahmen gegen zunehmende Gewalt in Zügen beraten werden.
Bodycam-Pflicht, mehr Personal und besserer Schutz von Bahnhöfen
Dem Bericht zufolge soll es konkret um eine Bodycam-Pflicht für Zugbegleiter, mehr Sicherheitspersonal in den Zügen und den Schutz von Bahnhöfen gehen. An dem Treffen unter der Leitung von Bahn-Vorstandschefin Evelyn Palla sollen neben dem Management der Deutschen Bahn auch Vertreter der Bundespolizei, von Gewerkschaften und Verbänden teilnehmen. Ziel sei eine spürbare Verbesserung des Schutzes für Personal und Fahrgäste.
In Rheinland-Pfalz war am Montagabend ein 36 Jahre alter Zugbegleiter bei einer Fahrkartenkontrolle angegriffen und schwer verletzt worden. Der Mann starb am Mittwoch. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft.
Verkehrsminister Schnieder: Bundesländer spielen wichtige Rolle
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), der laut dem Bericht ebenfalls an dem Gipfel teilnehmen soll, sagte der "Bild am Sonntag": "Nach dem schrecklichen Angriff auf einen Zugbegleiter müssen wir alles prüfen, um die Sicherheit zu verbessern." Schnieder betonte zudem die Rolle der Bundesländer. "Alle Vorschläge müssen auch mit den Ländern erörtert werden, da diese im öffentlichen Personennahverkehr die Sicherheitsanforderungen vorgeben."
Mit Informationen von epd
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